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E-Bike Kaufberatung: Der große Ratgeber 

Juli 31, 2018
E-Bike Kaufberatung: Der große Ratgeber

Ganz ohne staatliche Unterstützung haben sie Deutschlands Straßen im Sturm erobert: E-Bikes sind mittlerweile fester Bestandteil des Fahrradmarktes und der größte Wachstumssektor der Zweiradindustrie. Die Auswahl ist unüberschaubar groß und der Stand der Technik rückt mit jedem Modelljahr wieder weiter nach vorne.

Damit du als Käufer den Überblick behältst und nicht in der Informationsflut des Internets untergehst haben wir eine umfangreiche E-Bike Kaufberatung zusammengestellt, welche dir kurz und knapp die wichtigsten Informationen zu allen Aspekten des Fahrrads mit E-Antrieb liefert. Wenn du gezielt nach Informationen oder Produkten suchst, nutze unseren Schnellzugriff und folge unseren zahlreichen Links zur größten E-Bike Auswahl auf BikeExchange.


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Typen | Rahmen | Preisklassen | Funktionsweise | Motoren & Akkus | Zubehör & Trends


Abschnitt 1: Das richtige E-Bike finden

Pedelec, S-Pedelec, E-Bike – was ist was?

Fangen wir mit einer kurzen Begriffsbestimmung an. Denn eigentlich gibt es drei verschiedene E-Bike-Kategorien. Zwei Räder, Sattel und Lenker haben sie alle. Du bekommst Unterstützung beim Pedalieren, auch das haben sie gemeinsam. Doch was ist ein E-Bike, was ein Pedelec und was ein S- Pedelec? Wir erklären dir den Unterschied:

E-Bike / Pedelec

Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit elektrischem Antriebsassistenten. Der Motor unterstützt die Tretleistung des Fahrers abhängig von seiner Trittfrequenz oder Tretleistung. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Unterstützungsstufen, welche die zusätzliche Motorleistung regulieren. Rechtlich macht es keinen Unterschied ob du Fahrrad oder Pedelec fährst. Die Motoren verfügen über bis zu 250 Watt Leistung und unterstützten dich maximal bis 25km/h – darüber hinaus bist du auf dich allein gestellt. Pedelecs dürfen auch Innerorts Fahrradwege nutzen, es gibt kein Mindestalter oder eine Versicherungspflicht. Du darfst auch – das erwähnen wir hier nur ganz leise und am Rande der Vollständigkeit halber – ohne Helm fahren, aber wir hoffen natürlich, du tust es nicht!

Mittlerweile synonym verwendet, unterscheiden sich E-Bikes und Pedelecs in einem entscheidenden Punkt: Während Pedelecs den Fahrer beim Treten mit Hilfe eines Hilfsmotors unterstützt, sind E-Bikes im eigentlichen Sinne eher mit Mofas zu vergleichen und werden auch ohne Treten vom Motor angebtrieben. Die Unterscheidung wird aktuell kaum noch verwendet und Hersteller sowie Händler benutzen das Wort E-Bike fast ausschließlich nur noch für Pedelecs. Deswegen tun wir das in unserer Kaufberatung auch.

S-Pedelec

Die Rennmaschinen unter den E-Bike Fahrrädern nennen sich S-Pedelec. S steht für „Speed“, englisch für Geschwindigkeit, und der Name ist Programm. Mit Motoren die bis zu 500 Watt Leistung bringen, brausen S-Pedelecs mit bis zu 45 km/h durch die Landschaft. Und das NICHT auf dem Fahrradweg, denn das ist zumindest in Deutschland verboten. Die Flitzer gelten nach StVO nicht als Fahrrad, sondern sind Kleinkrafträder. Sie dürfen nicht mit einem Kindersitz, Kinderfahrradanhänger oder einem Gepäckanhänger beladen werden, die Gefahr eines Unfalls wäre bei der Geschwindigkeit viel zu groß. Außerdem musst du über 16 Jahre alt sein, brauchst mindestens einen Mofa-Führerschein, eine Versicherung mit Versicherungsplakette für dein S-Pedelec und ohne geeigneten Helm darfst du nicht fahren.

E-Bike-Typen: Welches E-Bike passt zu mir?

Es gibt für jedes Vorhaben das optimale E-Bike, du musst dir im Vorfeld allerdings ein paar Gedanken machen. Die wenigsten von uns finanzieren ein E-Bike nebenbei aus der Portokasse, daher gilt es, Fehlkäufe möglichst zu vermeiden.

Zuerst solltest du deinen Fahrstil unter die Lupe nehmen. Fährst du mit dem Fahrrad zur Arbeit, durch die Stadt, zum Einkaufen, zur nächsten Kneipe und allenfalls kleinere Touren? Planst du eine mehrtägige Bike-Trekking-Tour über die Alpen? Trail-Schrubben ist genau dein Ding? Das Bein über den Sattel zu schwingen ging früher auch irgendwie leichter?

Sich über den beabsichtigten Einsatzzweck in Klaren zu sein, ist bei der E-Bike Suche der erste Schritt, um später dein Traumrad zu finden. Denn wie beim regulären Fahrrad auch gibt es unter den E-Bikes zahlreiche verschiedene Typen – vom Cityrad bis hin zum Mountainbike. Wir stellen dir die einzelnen Kategorien kurz vor.

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Trekking E-Bikes sind für Fahrradreisen gedacht und entsprechend ausgestattet mit allem was unterwegs wichtig ist. Der Rahmen und der Gepäckträger sind dafür gemacht, einiges an Gewicht zu stemmen. So kannst du dein Gepäck in Fahrradtaschen verstauen und am Bike befestigen. Beleuchtung, Schutzbleche, Bremsen – alles ist vorhanden, um dein Bike verkehrssicher zu machen. Es werden meist Sättel montiert auf denen du dich auch nach mehreren Stunden noch wohl fühlst. Sollte das nicht der Fall sein, kannst du den Sattel mit wenigen Handgriffen austauschen. Die Sitzposition ist leicht nach vorne geneigt, aber immer noch aufrecht und sehr komfortabel.

Entdecke alle Trekking E-Bikes auf dem Marktplatz

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Nicht nur die Wege des Alltags sind heute ein Betätigungsfeld für E-Bikes. Die sportlicheren Varianten sind werden immer beliebter, denn sie eröffnen den Fahrern völlig neue Horizonte. Wer die Fahrt bergauf nicht selbst bewältigen will oder kann, aber auch nicht auf einen Shuttle-Service oder eine Seilbahn zurückgreifen möchte, fährt auf einem E-Mountainbike mit elektrischer Hilfe den Berg hinauf-, aber ohne jegliche Einbußen des Fahrspaßes bergab. Moderne Motoren entkoppeln ab 25 km/h, die Höchstgeschwindigkeit gilt also nur für den Antriebsassistenten, nicht aber für den Beinahe-Parabelflug bergab. Wie schnell du technisch anspruchsvolle Trails durch einen schattigen Bergwald hinunterbretterst, bleibt ganz dir und deiner Courage überlassen.

Aber du musst nicht waghalsigste Senkrechtabfahrten planen, um an einem solchen Bike Gefallen zu finden. Schon wenn du gerne abseits geteerter Straßen unterwegs bist, eröffnen sich mit einem E-MTB völlig neue Möglichkeiten. Die Entwicklung und Ausstattung der E-Mountainbikes wird rasant vorangetrieben und gehört dank innovativer Hersteller wie Haibike zu den beliebtesten Modellkategorien in Deutschland.

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City-E-Bikes sind unschlagbare Alltagshelfer, mit denen du kürzere oder mittlere Strecken in und um die Stadt spielend hinter dir lässt. Die Fahrt zur Arbeit oder Schule, Einkaufsfahrten oder Freizeittrips – all das kannst du völlig unabhängig von Verkehrsstoßzeiten oder öffentlichen Fahrplänen genießen. Kindersitze, Fahrradkörbe oder Fahrradtaschen reisen gepflegt auf dem Gepäckträger mit. Generell sind City-E-Bikes so ausgestattet, dass du eine Verkehrskontrolle anstandslos überstehst, sämtliche von der StVO vorgeschriebenen Ausstattungsteile werden mitgeliefert. Der einfacheren Bedienung halber haben die Stadträder oft Nabenschaltungen und daher weniger Gänge, für die Stadt und flaches Gelände mit befestigten Straßen ist das völlig ausreichend. Wenn du gerne in aufrechter Haltung durch die Stadt kurvst, ist ein City-E-Bike genau das richtige für dich.

Ganz besonders praktisch für die City sind außerdem platzsparende E-Falträder. Wer einen großen Wert auf Design und Stil bei der Fahrradwahl legt, sollte sich bei den Urban E-Bikes umschauen.

Entdecke alle City E-Bikes auf dem Marktplatz

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Cross-E-Bikes sind die etwas sportlicheren Alltags-E-Bikes. Rahmengeometrie und Bereifung erlauben auch Fahrten im Gelände, daher sind Cross-E-Bikes meist mit Kettenschaltung anzutreffen. Sie haben dann eine große Auswahl an Gängen mit denen auch Touren durch Wald und Wiesen Spaß machen. Sie eignen sich für einen etwas längeren Weg zur Arbeit oder auch für Tagestouren. Auf diesen Bikes sitzt du etwas sportlicher, der Oberkörper wird leicht nach vorne geneigt.

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E-Lastenräder mit Antriebsassistenz sind die Lastenesel unter den Fahrrädern. Mit einer Ladefläche oder einer Transportkiste mit oder ohne Sitzplätze für Kinder sind diese Bikes zwar im Straßenbild noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber unübertroffen praktisch. Es gibt sie mit Transportkörben vorne und hinten oder einer Ladebox mit vielen Litern Inhalt. Wenn du eines oder mehrere Kinder transportieren willst, ist ein E-Cargo-Bike mit integrierten Kindersitzen sehr praktisch. Mit passendem Dach über dem Kopf sitzen die Kids trocken oder vor der Sonne geschützt, für sämtliches Gepäck reicht der Platz auch noch. Der leistungsstarke Antrieb hilft dir, die ganze Ladung lässig von der Stelle zu bekommen.

Mehr lesen >E-Lastenräder: Der neue Urban Mobility Trend

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Auch bei den E-Rennrädern legen die Hersteller nach und entwickeln nach dem ersten Aufkommen in den Jahren 2015 und 2016 ihre E-Bikes konsequent weiter. Die Räder sollen in die Jahre gekommenen Tourenfahrern und Freizeitsportlern das Radfahrerleben erleichtern und trotzdem mit dem Rennrad-typischen Fahrgefühl auftrumpfen. Wettkampftauglich sind die Räder natürlich nicht, denn die erlaubten Geschwindigkeiten von 25 km/h oder sogar 45 km/h sind für Rennradfahrer eher unteres Ende als oberes Limit.

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Die beliebtesten E-Bike Typen: Über 4.000 Angebote online!


Diamant, Trapez, Tiefeinsteiger: Welcher Rahmen passt zu dir?

In den meisten Fällen bedingt der Fahrstil zunächst einmal die Form des Rahmens. Der Rahmen ist das Grundgerüst deines Bikes und legt somit fest, was das Bike kann und was nicht. Als größtes Bauteil beeinflusst er maßgeblich das Gewicht und Handling des fertigen Fahrrads. Der Rahmen muss zu deiner Körpergröße passen und bestimmt zum größten Teil die Fahrhaltung, die du auf dem Bike einnimmst.

Über die Fahrposition die dir angenehm ist, entscheiden verschiedene Faktoren. Möchtest du in Angriffsstellung offroad fahren oder lieber rückenfreundlich aufrecht? Wenn du dir nicht sicher bist in welcher Haltung du dich über längere Zeit auf dem Bike wohlfühlst, hilft nur eines: ausgiebig testfahren.

Diamantform

  • erste Wahl für sportliche E-Bikes
  • haufig als Unisex-Rahmen bezeichnet aber primär an Männer gerichtet
  • äußerst stabil
  • geringes Gewicht
  • erste Wahl für sportliche E-Bikes
  • hoher Einstieg
  • aufrechte Sitzposition nicht für jeden Rücken geeignet

Eingesetzt bei: E-Mountainbikes, E-Rennräder, Cross-E-Bikes, Trekking-E-Bikes, City-E-Bikes


Trapezform

  • hohe Steifigkeit für einen stabilen Rahmen
  • für sportliches und langes Fahren (z.B. auf Touren) geeignet
  • geringere Überstandshöhe
  • besonders für Frauen geeignet
  • das Aufsteigen fällt leichter als bei Diamantrahmen
  • höherer Einstieg als beim Tiefeinsteiger

Eingesetzt bei: Cross-E-Bikes, Trekking-E-Bikes, City-E-Bikes


Tiefeinsteiger

  • sehr bequeme Sitzhaltung
  • absorbiert Bodenunebenheiten
  • hoher Komfort für Tagestouren oder Fahrten in der Stadt
  • eignet sich für häufiges Auf- und Absteigen
  • geringere Steifigkeit
  • hohes Gewicht
  • schwerfälliges Fahrverhalten

Eingesetzt bei: Trekking-E-Bikes, City-E-Bikes

Der E-Bike Kauf: Was musst du ausgeben?

Wollen wir doch mal ehrlich sein: ein E-Bike ist nicht billig. Wir verraten dir, was du für dein Geld bekommst. Es gibt übrigens die Möglichkeit ein E-Bike zu finanzieren oder zu leasen. Außerdem unterstützen viele Arbeitgeber die Anschaffung eines Dienst-E-Bikes!

Bis 2000 Euro

Von E-Bikes unter 1700 Euro solltest du besser die Finger lassen, gespart wird dann an der Qualität. Knapp unter 2000 Euro liegen die einfachen Einsteigermodelle. Hier finden sich E-City-Bikes für Damen und Herren oder einfache Trekking und Cross-E-Bikes. Diese Fahrräder werden dir gute Dienste leisten. Die Ausstattung ist zweckmäßig und einigermaßen robust. Mit etwas höherem Gewicht musst du allerdings rechnen, möglicherweise sind Motor und Akku nicht ganz so leistungsstark und gelegentliche Werkstattaufenthalte sollten dich nicht allzu sehr aus der Bahn werfen. Bei den E-Mountainbikes gibt es in diesem Bereich auch schon zahlreiche Einstiegs-Angebote, vor allem im Hardtail E-Bike Sektor. Solide Aluminiumrahmen und Federungskomponenten sind hier bereits Standard, für E-Fullys muss man schon in das nächste Preissegment schauen.

2000 bis 3500

Du bekommst was du bezahlst, das gilt auch für E-Bikes. Bis 3500 Euro gibt es solide E-Bikes mit guter Ausstattung und Komponenten von guter Qualität. Die Reichweite und Lebensdauer der Akkus nehmen zu, dafür nimmt das Gewicht des Bikes ab. Zuverlässige und funktionelle City-Bikes für Pendler gehören in diese Kategorie, ebenso Trekking-Bikes mit denen du dich unbesorgt auf längere Touren begeben kannst. Auch leistungsstarke E-Hardtails oder Fullys sind schon in dieser Preisklasse zu finden.

Ab 3500 Euro

Ab 3500 Euro bekommst du E-Bikes die so richtig Spaß machen. Hier gibt es nach oben eigentlich keine Grenze, entsprechend sind auch die Komponenten von „sehr gut“ über „ganz hervorragend“ bis „vom Allerfeinsten“. Alu-, oder Carbonrahmen zieren die E-Mountainbikes und E-Rennräder, leistungsstarke Motoren und Akkus sind obligatorisch, das Gesamtgewicht der Räder nimmt ab.

Wo finde ich die besten Angebote?

Prinzipiell hast du jetzt bereits das nötige Wissen um dich auf die Suche zu machen. Allerdings ist es eine Sache, von E-Bikes zu lesen und eine völlig andere tatsächlich darauf zu sitzen. Du wirst wahrscheinlich nicht darum herumkommen, die eine oder andre Testfahrt zu unternehmen. Deshalb findest du auf BikeExchange die besten Angebote von allen E-Bike Händlern Deutschlands sowie eine Liste mit Fahrradhändlern in deiner Nähe. Dort kannst du Probesitzen, Probefahren, und wenn du dich entschieden hast, dir dein neues Bike ganz genau erklären lassen. Natürlich kannst du aber auch direkt über unseren Marktplatz zahlreiche Angebote zu deinem Traum-E-Bike vergleichen und gleich online kaufen. Hier findest du alle Angebote und weitere Tipps zum Kauf:

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Abschnitt 2: Wie funktioniert ein E-Bike?

Aufsteigen und losfahren – eigentlich ändert sich für dich nichts wenn du auf ein E-Bike steigst. Der Elektromotor nimmt dir die Arbeit nicht ab, er erleichtert sie eigentlich nicht einmal. Allerdings wird aus deiner Muskelkraft mehr Geschwindigkeit. Anders herum erklärt: du bist bei gleicher Trittfrequenz schneller. Willst du noch schneller werden musst du schneller treten oder eine höhere Unterstützungsstufe wählen. Willst du mehr Eigenleistung bringen, schaltest du das Assistenzlevel herunter. Wenn du bergauf fährst oder es ein bisschen ruhiger angehen lassen möchtest, hilft ein hohes Assistenzlevel dabei die Geschwindigkeit beizubehalten. Damit der Motor deiner Leistung genau die richtige Portion Unterstützung beisteuert, messen Sensoren verschiedene Werte wie Drehmoment, Geschwindigkeit und Trittfrequenz.

Wie viel Beschleunigung du wünschst, kannst du selbst wählen. Die meisten E-Bikes haben zwischen drei und fünf Assistenzlevel. Die Unterstützungsstufe wählst du über die Steuereinheit am Lenker. Die Level tragen je nach Hersteller Namen wie „Eco“, „Tour“ oder „Sport“. Die Unterstützungsstufen sind aber nicht zu verwechseln mit den Gängen! E-Bikes haben eine Gangschaltung wie jedes andere Fahrrad auch, also wahlweise eine Ketten-, oder Nabenschaltung.

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Und so geht’s!

Aufladen - das ist auch schon alles was du dazu tun musst um in den Genuss grenzenlosen Fahrvergnügens zu kommen. Damit das auch funktioniert, hat dein E-Bike einen Akku, der treibt einen Motor an, der wiederum von Sensoren gesteuert wird, die dafür sorgen, dass du beim Pedalieren optimal unterstützt wirst.



Du wählst den Gang passend zum Gelände wie bei jedem anderen Fahrrad auch. Dann wählst du noch die Unterstützungsstufe, meist über das am Lenker montierte Display. Willst du es gemütlich haben wählst du eine hohe Unterstützungsstufe. Bist du fit und willst „Action“, wählst du eine niedrige Unterstützungsstufe. Die Motoren werden über Sensoren gesteuert, du musst nichts weiter tun, als in die Pedale zu treten.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Sensoren.

  • Drehmomentsensoren messen die Kraft mit der getreten wird und erkennen wie viel Kraftaufwand erforderlich ist um die Geschwindigkeit zu halten. Wenn du mehr Kraft aufwenden musst, wird die Unterstützung gesteigert. Brauchst du weniger, beispielsweise wenn es bergab geht, kommt auch weniger Power vom Motor.
  • Bewegungssensoren stellen fest ob du in die Pedale trittst oder nicht. Die Unterstützung erfolgt meist gleichförmig, solange getreten wird. Eine Abstufung erfolgt nur per Hand über die Steuereinheit, nicht automatisch.
  • Geschwindigkeitssensoren messen grundsätzlich nur die Geschwindigkeit und drosseln wenn du die erlaubten 25 km/h oder 45 km/h erreichst. Sie sind teilweise auch an einer feineren Steuerung des Motors beteiligt.

Viele E-Bikes sind High-Tech-Geräte, die über eine Kombination verschiedener Sensoren gesteuert werden, je ausgefeilter die Programmierung seitens des Herstellers erfolgt, desto direkter reagiert das Fahrrad auf die Leistung des Fahrers und fährt ohne Verzögerung oder Ruckeln. Um das schwere Bike auch beim Schieben gut zu bewegen, bieten die meisten Modelle mittlerweile eine Schiebehilfe. Auf Knopfdruck unterstützt der Motor minimale Geschwindigkeiten von ca. 6 km/h, so bekommst du die recht schweren Fahrräder problemlos Tiefgaragenrampen oder Gehsteige hinauf.

Mehr Sicherheit bei schwierigen Bremsmanövern

Einige Motorenhersteller versehen ihre Produkte schon seit einer ganzen Weile mit elektronischen Bremskraftverstärkern. Bosch brachte jedoch in Zusammenarbeit mit dem Bremsenhersteller Magura das erste serienreife ABS für E-Bikes heraus. Die vielen Jahre Erfahrung mit ABS-Systemen für Motorräder gaben den Ausschlag auch für Fahrräder ein Antiblockiersystem zu entwickeln. Seit dem Frühjahr 2018 ist es nun für die Fahrradkonstrukteure verfügbar und die ersten Pedelecs mit ABS stehen in den Läden. Das ABS reguliert bei kräftigem Bremsen den Bremsdruck in der Vorderbremse, das Ausbrechen des hinteren Laufrads wird verhindert. Beide Laufräder bekommen einen Geschwindigkeitssensor, so kann das System helfend einschreiten, wenn unterschiedliche Geschwindigkeiten registriert werden. Vor allem bei hohem Verkehrsaufkommen oder bei einem voll beladenen Fahrrad kann ein ABS Stürze verhindern, daher sind die ersten Antriebe mit denen das neue ABS kombiniert wird der Performance Line Cruise und Performance Line Speed, beides Systeme für E-City-Bikes oder E-Trekkingbikes. Das Antiblockiersystem verringert auf trockener Straße den Bremsweg, auf glitschigem Untergrund ist der Bremsweg zwar länger, dafür bricht das Fahrrad nicht seitlich aus. Zugegebenermaßen sieht ein Cockpit, das neben der üblichen E-Bike-Technik auch noch ein ABS beheimatet, etwas überladen aus. Aber mehr Sicherheit macht das bisschen Unordnung locker wett, und wie wir Bosch kennen, ist die nächste Generation bereits in Planung – mit verbesserter Optik. Wenn du dich für das neue Sicherheitssystem interessierst, findest du auf der Homepage von Bosch ein deutschlandweites Netz an Fahrradhändlern, die ein E-Bike mit ABS für Probefahrten zur Verfügung stellen.


Abschnitt 3: Motoren und Akkus im Detail

Die Motorisierung

Herzstück des Antriebsassistenten ist der Motor. Es haben sich in den letzten Jahren drei Motorpositionen etabliert: Frontmotor, Mittelmotor oder Heckmotor. Wir zeigen dir, wo die Vor- und Nachteile der drei Konzepte liegen.

Mehr lesen > E-Bike Akkus & Motoren Ratgeber

Frontmotor (Nabenmotor)

  • Frontmotoren sind die günstigsten Motoren
  • eignen sich besonders für Einsteigsmodelle und Tiefeinsteiger
  • können in Kombination mit einer Rücktrittbremse verbaut werden
  • nachrüstbar
  • verändertes Fahrverhalten durch veränderten Schwerpunkt
  • Ausbrechen oder Durchdrehen des Vorderrads auf nasser Straße möglich

Die wichtigsten Hersteller: SR Suntour, Ansmann


Heckmotor (Nabenmotor):

  • sehr leise
  • dynamisches Fahrverhalten
  • als Rekuperationsmotoren (mit Energierückgewinnung) erhältlich
  • nachrüstbar
  • nur mit Kettenschaltung kombinierbar
  • keine Rücktrittbremse
  • teilweise sehr unruhiges (da hecklastiges) Fahrgefühl

Die wichtigsten Hersteller: BionX, GoSwissDrive, Green Mover, XION

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Mittelmotor (Tretlagermotor):

  • gleichmäßige Verteilung des Gewichts: Schwerpunkt wird nicht ungünstig beeinflusst
  • Rücktrittbremse möglich
  • kann mit Ketten- oder Nabenschaltung kombiniert werden
  • robuste Motoren, besonders für sportliche Bikes geeignet
  • höherer Verschleiß der Antriebsteile
  • erfordern eine spezielle Rahmenkonstruktion, Nachrüsten ist daher nicht möglich

Die wichtigsten Hersteller: Bosch, Shimano, Yamaha, Brose, Impulse, Panasonic

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Leistung und Hersteller der E-Bike Motoren

Wichtige Eckdaten sind die Leistung des Motors, die Geschwindigkeit, die erreicht werden kann und das Gewicht. Auch nicht ganz unwichtig: Fahrverhalten, Leistungsentfaltung, Drosselungseffekt, Handling und nicht zuletzt die Geräuschkulisse. Die Leistung der Motoren orientiert sich natürlich grundsätzlich an den gesetzlichen Vorgaben. Die „magischen Grenzen“ von 250 Watt und 25 km/h bzw. 500 Watt und 45 km/h sind einzuhalten, sonst darf das Bike sich auf öffentlichen Straßen nicht blicken lassen. Gewichtsmäßig schlagen die Motoren mit ungefähr zwei bis vier Kilogramm zu Buche, dazu kommt noch der Akku und andere Antriebsbauteile - ein Grund dafür, dass E-Bikes im Gewichts-Wettbewerb von ihren unmotorisierten Artgenossen um Längen geschlagen werden.

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Mit Abstand am häufigsten werden Bosch Motoren verbaut, der Bosch Performance CX- Antrieb gibt als Messlatte. Bosch Motoren zeichnen sich aus durch lange Lebensdauer, und reibungslose Funktionalität. An Updates und technischen Neuerungen wird im Hause Bosch konstant getüftelt. Platz zwei der am häufigsten verbauten E-Bike-Motoren geht an Shimano. Als weltweiter Marktführer wenn es um Bike-Komponenten geht, liefert Shimano leichte, kompakte Motoren mit benutzerfreundlichen Bedienelementen, alles unter dem Namen Steps. Für das Modelljahr 2019 haben die Japaner gleich zwei neue Antriebssysteme entwickelt. Motoren „Made in Japan“ liefert Yamaha seit den 1950ern, da steckt also jede Menge Erfahrung drin. Die Modelpalette wächst stetig, rechtzeitig zur Saison 2019 wurden vier hauseigene Yamaha-E-Bikes angekündigt.

Weitere Hersteller von beliebten Antriebssystem sind Brose, BionX, Panasonic, Impulse, Bafang und Fazua. Weitere E-Bike-Herstellerfindet ihr in unserer großen E-Bike Marken-Übersicht.

Das Kraftpaket – Der Akku

Der Motor ist zwar der Star bei der Ausstattung eines Pedelecs, aber ohne Akku läuft es nicht. Zunächst einmal musst du den Akku deines Bikes aufladen. Und hier unterscheiden sich die Bikes gleich grundlegend voneinander. Denn zum einen gibt es E-Bikes die den Akku fest integriert haben. Das ist natürlich optisch eine blitzsaubere Lösung. Allerdings eignet sich ein solches E-Bike nur für alle, die in der Nähe ihres Bike-Parkplatzes eine „Tankstelle“ - sprich: Steckdose - haben. Wenn du dein Fahrrad in der Garage unterbringen willst, und die Garage hat keine Steckdose, wird der Ladevorgang schwierig. Auch wenn du im dritten Stock wohnst und deinen Fahrrad-Akku nicht im Gemeinschaftskeller laden kannst, solltest du unbedingt ein E-Bike mit entnehmbarem Akku wählen! Da Akkus Minusgrade schlecht vertragen, ist ein E-Bike mit fest eingebautem Akku nur zu empfehlen, wenn du einen frostfreien Parkplatz zur Verfügung hast.

Mehr lesen > E-Bike Akkus & Motoren Ratgeber

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Nachrüstsätze: falls du es dir später doch noch anders überlegst

Die Gründe aus denen du deinen guten, alten Drahtesel zum E-Bike umbauen willst, können durchaus vielfältig sein. Vielleicht zwingt dich eine Verletzung dazu, es ein bisschen weniger krachen zu lassen, oder die angepeilte Trekking-Tour bereitet dir schlaflose Nächte? Manch einer liebt ganz einfach sein Fahrrad und hat keine Ambitionen ein neues einzufahren.

Ganz egal was die Gründe sein mögen, Hilfe naht in Gestalt der Nachrüstsätze, die es für fast jedes Fahrrad zu kaufen gibt. Ob du nun ein Trekking-, Touren oder City-Rad dein Eigen nennst, die Motorensätze zum nachträglichen Anbau machen aus jedem Fahrrad einen flotten Flitzer. Sogar für Klappräder oder Liegeräder gibt es Nachrüstsätze. Wenn du kein versierter Fahrradschrauber bist, möchten wir dir in diesem Fall ganz besonders den Gang zu einem unserer Händler empfehlen. Als Profi kann er dich beraten und dir beim Einbau helfen.

Mehr lesen > E-Bike Nachrüstsätze: Was es zu beachten gibt


Abschnitt 4: E-Bike Zubehör und Trends

Das passende E-Bike Zubehör

Mit der steigenden Anzahl an E-Bikes, die sich auf den Straßen tummeln, steigt auch das Angebot an Zubehör. Mehr und mehr Hersteller entwickeln Accessoires, die ganz speziell auf die Bedürfnisse von E-Bikern zugeschnitten sind. Beleuchtungssysteme, die direkt den Akku anzapfen, Spezialsättel, Taschen mit Fächern für Akku oder Display, E-Bike-Helme und Bekleidung, die E-Biker warm hält und schützt … das Angebot entwickelt sich rasant. Wir haben die neusten Trends für dich gesichtet. In unserem großen Artikel über E-Bike-Zubehör kannst du lesen, was dir das Leben auf dem E-Bike noch angenehmer macht.

Und da du für ein E-Bike meist etwas mehr Geld hinblättern musst, solltest du auch etwas Geld und Zeit in die Sicherheit deines Pedelecs investieren. In unserer großen Sicherheitsberatung kannst nachlesen, wie du Langfingern das Leben so schwer wie möglich machst.

Urlaub mit dem E-Bike

Viele E-Bike-Fahrer lieben ihr Pedelec so sehr, dass sie auch im Urlaub nicht drauf verzichten wollen. Falls du es auf dem Auto transportieren möchtest brauchst du einen Fahrradträger, der dem erhöhten Gewicht des Elektrorads gewachsen ist. Wenn die Reise ins Ausland gehen soll, empfiehlt es sich, dass du dich vorher über die dortigen Gesetze zum Thema E-Bike informierst.

Bei Flugreisen gilt besondere Vorsicht. Die Lithium-Ionen-Akkus gelten als Gefahrengut und dürfen in Passagiermaschinen nicht mitreisen. Du musst daher vor Ort ein E-Bike mieten. Eventuell ist es möglich, im Urlaubsland einen Mietakku zu bekommen.

E-Bike Trends

Der E-Bike Markt explodiert förmlich von Jahr zu Jahr. Die Hersteller erweitern ihre Modellpaletten stetig weiter und investieren viel Entwicklungsarbeit in neue Technologien und Innovationen, welche das E-Bike-Fahren noch angenehmer machen sollen. Jahr für Jahr geben wir deshlab in unserem Blog eine Übersicht über die neuesten Modelle und Neuvorstellungen der beliebtesten Marken.

Mehr lesen > E-Bikes 2019: Alle Neuheiten in der Übersicht

Mehr lesen > E-MTB 2019: Die Neuheiten in der Übersicht



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