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Thule UpRide 559 Dachfahrradträger: Unser erster Eindruck

Thule UpRide 559 Dachfahrradträger: Unser erster Eindruck

Es gibt mehrere Möglichkeiten, dein Fahrrad auf das Autodach zu schnallen. Mit oder ohne Vorderrad – das ist hier die Frage. Der schwedische Hersteller Thule produziert seit vielen Jahren erfolgreich Autoträger. Eine einfache Antwort auf die Frage, ob es schlauer ist, das Fahrrad mit Vorderrad (Rad bleibt am Fahrrad) oder ohne (Vorderrad wird abgebaut) festzuklemmen, wird dir Thule aber leider auch nicht liefern können, denn die Schweden haben beide Systeme im Angebot.

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Lackschutz ist der klare Vorteil eines Dachgepäckträgers, der eine Aufnahme für die vordere Fahrradachse hat, die dann natürlich ohne das Vorderrad befestigt wird, denn eine Klemme, die das Fahrrad mittig am Rahmen stabilisiert, wird bei diesem System nicht benötigt. Bei vielen Mountainbikes mit abenteuerlicher Geometrie und superleichten Rennrädern kann es schwierig werden, eine gute Stelle zur Befestigung zu finden, Carbonrahmen hingegen nehmen diese Sonderbehandlung generell übel. Außerdem bleibt das Fahrrad insgesamt niedriger, du bist also in Sachen Durchfahrtshöhe weniger eingeschränkt und der Luftwiderstand deines Autos ist geringer, das spart wiederum Benzin.

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Im Gegensatz dazu sind Fahrräder wesentlich schneller und einfacher auf einem Dachständer verstaut, der das komplette Bike aufnimmt. Du musst auch nicht darauf achten, dass der Dachträger zu deinen Fahrradachsen passt und umgekehrt. Es kann dir auch nicht passieren, dass du rückwärts mit dem Auto über dein vergessenes Vorderrad fährst, oder es daheim vergisst – jetzt lachst du vielleicht, ist aber alles schon vorgekommen. Ahem...

Diese Fahrradträger haben meist einen langen Arm, der am Rahmen verschraubt werden muss. Bei ausgefallenen Rahmenformen, Getränkehaltern oder hauchdünnen Rennradrohren hast du schlechte Karten auf der Suche nach einem stabilen Befestigungspunkt. Thules neuste Kreation UpRide 599 scheint all diese Probleme gelöst zu haben, indem das komplette Fahrrad verladen wird, befestigt wird das Fahrrad aber nur an den Laufrädern.

Dave Rome, unser Kollege von CyclingTips und Technik-Redakteur, hat den neuen Thule UpRide 599 getestet. Er berichtet von seinen ersten Eindrücken und vergleicht den Thule Träger dabei mit dem Yakima High Road-System.

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Der Thule UpRide klemmt das Vorderrad fest ein, und fixiert es so an Ort und Stelle, außerdem wird das Fahrrad aufrecht gehalten. Dies geschieht wirklich nur am Rad, die Klemme berührt nirgends den Rahmen. Die Befestigung des hinteren Rades erfolgt wie bei jedem anderen Dachträger auch.

„Der Träger von Thule ist nicht der erste, der das Fahrrad nur an den beiden Laufrädern hält,“ erklärt David, „von Yakima gibt es seit Jahren ähnliche Systeme. Daher macht es Sinn, die beiden miteinander zu vergleichen. Diese Träger haben eine ganze Menge Vorteile. Einer davon ist, dass auch empfindliche Carbonrahmen nicht beschädigt werden, denn der Träger berührt wirklich nur die Räder. Auch die Verkabelung, Flaschenhalter und der Lack kommen ungeschoren davon. Thule hat sich schon in den letzten Jahren mit diesen Problemen beschäftigt und der ProRide 598 war bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Aber den Rahmen völlig unbehelligt zu lassen ist natürlich die sauberste Lösung.“

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Der Thule UpRide funktioniert mit Klemmen, die aussehen wie ein „X“. Das Vorderrad wird zuerst gegen den vorderen Arm gerollt, dann wird der hintere Arm hinter dem Rad angehoben bis er einrastet. So wird das Vorderrad sicher zwischen den beiden Armen eingeklemmt. Beide Arme können individuell angepasst werden, so passen alle gängigen Laufradgrößen in den Dachträger. Ein kleines Sichtfenster zeigt dir an auf welche Laufradgrößer der Ständer aktuell eingestellt ist. Räder von 20 bis 29-Zoll können verladen werden, die Reifen können eine Breite von bis zu 3 Zoll haben, für Fatbikes gibt es einen Adapter.

„Den Dachgepäckträger zu montieren war gar kein Problem, auch wenn die Bedienungsanleitung ein bisschen an die von IKEA erinnert. Er wird fix und fertig geliefert. Im Lieferumfang sind die T-Nutenstein Schrauben enthalten, die in die Aufnahmen des Autos oder um den Dachgepäckträger herum passen. Es gibt außerdem Zubehörteile, die den Träger an Dachträger anderer Systeme anpassen. Ich habe den Träger auf der rechten Seite des Autos angebaut, er kann aber ebenso gut auf der linken Seite befestigt werden. Getestet habe ich ihn mit Rennrädern und Mountainbikes, beides hat wunderbar geklappt.

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Unser Fazit

Die perfekte Lösung für penible Carbon-Radler: Der Thule UpRide langt das Rad nur an den Rädern an und verschont den wertvollen Rahmen. Trotzdem ist er flexibel und kann Räder mit Laufradgrößen von 20 bis 29 Zoll und dank Adapter sogar Fatbike Reifen problemlos aufnehmen. Der Umbau ist einfach, die Befestigung intuitiv und schnell. Das maximale Fahrradgewicht von 20 Kilogramm schränkt die Verwendung in Bezug auf E-Bikes allerdings etwas ein.


Der Thule UpRide kostet ca. 195 Euro. Er wird mit zwei Schlössern geliefert, eines für den Fahrraddachträger selbst und ein integriertes Kabelschloss, das bis zum hinteren Ende des Fahrradrahmens reicht.

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