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Specialized Venge ViAS Disc – Die 9 wichtigsten Fakten

Januar 24, 2017
Specialized Venge ViAS Disc – Die 9 wichtigsten Fakten

Der Hype um das neue Venge ViAS ist groß. Mitte 2016 veröffentlichte Specialized erste Details zum neuen Aero-Rennrad mit Scheibenbremsen, welches den Road Bike Markt weiter revolutionieren soll. Jetzt ist das neue Venge erstmals bei den Profis im Einsatz und es dauert nicht mehr lange, bis das edle Teil auch immer öfter auf den deutschen Straßen auftaucht. Wir geben euch die 9 wichtigsten Fakten zu dem neuen Specialized Rennrad an die Hand.

Das Konzept des Specialized Venge ViAS Disc

Bevor wir euch die ganzen neuen Features um die Ohren knallen, ist es durchaus interessant, das Konzept hinter dem neuen Aero-Rennrad zu kennen.

Specialized hatte von Beginn an Großes vor mit dem neuen Venge ViAS. Mit dem passenden Equipment sollte die zweite Generation des Bikes auf 40 Kilometern stolze 5 Minuten im Vergleich zum Modell Tarmac sparen. Die Aufmerksamkeit der Medien war den Amerikanern damit sicher, und nach der Präsentation der ersten Bilder des futuristischen Cockpits und der Bremsen war der Hype um das neue Über-Aero-Rennrad nicht mehr aufzuhalten. Fürs Protokoll: Das Venge an sich ist bei der groß angekündigten Zeitersparnis nur für 2 Minuten verantwortlich, die meiste Zeit wurde im Endeffekt durch das Aero-Outfit (Skinsuit, Helm, Schuhe) und die Laufräder rausgeholt.

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Ein weiterer interessanter Fakt war für viele Experten, dass die Entwickler das neue Specialized Venge ViAS von Grund auf mit Scheibenbremsen konzipiert haben, und diese nicht erst im Nachgang hinzugefügt haben. Der Fokus lag also darauf, ein Disc-Rennrad so schnell und aerodynamisch wie möglich zu machen. Ein Grund hierfür mag sein, dass die UCI sich dem Einsatz von Scheibenbremsen bei Profi-Rennen wieder geöffnet hat und viele Hersteller begannen, ihre Elite-Räder auch als Disc-Version anzubieten. Als aber klar wurde, dass sich das Urteil diesbezüglich noch etwas hinzieht, musste nun Specialized damit anfangen, eine Version mit Felgenbremsen zu entwickeln.

Die gleiche Aerodynamik trotz Scheibenbremse

Ein Vorteil dieser Verzögerung durch die UCI war der Wechsel von einer Post-Mount-Aufnahme zu der rennrad-spezifischen Flat-Mount-Aufnahme. Die eher klobige Post-Mount-Aufnahme, die sich im Mountainbike-Bereich etabliert hat, war nicht die ideale Lösung für ein Aero-Rennrad. Flat-Mount dagegen ist deutlich aufgeräumter und windschnittiger, also die perfekte Lösung für so ein ambitioniertes Projekt wie das Specialized Venge ViAS Disc. Laut Specialized kann so die selbe Aerodynamik wie bei der Version mit der Felgenbremse erreicht werden. Das Venge kommt mit 160mm Rotor vorne und 140mm hinten; die größere Disc vorne für einen besseren Wärmehaushalt und bessere Wirksamkeit des Bremssystems.

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Was ist mit dem Gewicht?

Neben der Aerodynamik ist das Gewicht eines der wichtigsten Eigenschaften eines Bikes für Sprinter, vor allem im Vergleich zwischen Disc-Version und Felgenbremsen-Version. Specialized sagt über das Venge ViAS, dass die Komponenten der Disc-Version im Vergleich schwerer sind, der Rahmen dafür aber leichter. So kommt es zu keinem Gewichtsunterschied zwischen den beiden Modellen. Wir haben ein Venge ViAS Disc mit Shimano Ultegra Di2 und Roval 64 Laufrädern gewogen, komplett mit Flaschenhalter und Garmin-Mount, in der Rahmenhöhe 56cm – was dabei herauskam, seht ihr im Bild: 8,22 Kilogramm. Das größte Sparpotential bot der Einsatz eines Standard-Cockpits anstelle des ViAS (Venge integrated Aero System).

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Steckachsen

Wenn man sich also den Zwischenstand betrachtet, nehmen sich die beiden Versionen (Disc und Non-Disc) aktuell nichts, wenn man Gewicht und Aero-Eigenschaften betrachtet. Ein zusätzlicher Vortiel der Scheibenbremsen ist allerdings, natürlich neben der verbesserten Bremsleistung und höheren Zuverlässigkeit bei allen Bedingungen, der Einsatz von Steckachsen, welche die Schnellspanner langsam aber sicher als Standard ablösen. Und das ist auch gut so, denn Steckachsen sorgen für mehr Stabilität und erhöhte Steifigkeit. Das Venge ViAS Disc kann also im Bereich der Steifigkeit punkten.

Der Peter Sagan Faktor

Einen Tag vor dem Start der Tour Down Under, der ersten Station der UCI WorldTour im Jahr 2017, war Peter Sagan noch auf diesem Prachtstück unterwegs: einem Custom Venge ViAS Disc mit goldenen Roval CLX 64 Rädern. Ja genau, Gold. Einige wissen vielleicht, dass dies mit einem Felgenbremsen-Rennrad nicht möglich gewesen wäre. Die Felge vollständig zu lackieren ist aufgrund der Notwendigkeit des Brake Tracks nicht möglich bzw. sehr gefährlich. Disc-Rennräder sind also im Rennradsport angekommen, und Sagans Deluxe-Bike hat das nur noch einmal verdeutlicht. Laut des Herstellers hat jeder Specialized-Profi bereits ein Bike bekommen, jetzt bleibt nur noch abzuwarten, wann sie es das erste Mal fahren können (vielleicht Milan-San Remo?!).

Peter Sagan Gold Specialized Venge ViAS Disc 2017 TDU 1

ViAS Cockpit

Das optische Highlight des Specialized Venge ViAS ist mit Sicherheit das Aerofly Cockpit, ausgestattet mit einem -17°-Vorbau, der die perfekte Aerodynamik verspricht. Um diese extrem aggressive Geometrie auszugleichen, hat der Lenker einen Rise von 25mm, was ihn wie ein Flügel ausschauen lässt. Der Aerofly ist auch ohne Rise erhältlich, worauf beispielsweise auch Peter Sagan schwört. Die Kabel sind zu 100% intern verlegt, und aufgrund der speziellen Form ist ein Custom Garmin Mount notwendig, der beim Kauf des Bikes inklusive ist.

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Roval 64 CL Laufräder

Die Roval 64 CL Räder machen laut Specialized ganze 35 Sekunden im Venge vs. Tarmac-Experiment aus. Was gleich auffällt; wie hoch die Felgen sind, nämlich ganze 64mm. Was aber viel interessanter ist: Die Weite der Laufräder beträgt innen 20,7mm und außen 29,9mm, also extrem breit verglichen mit anderen breiten Felgen. Bessere Aerodynamik und mehr Komfort durch das höhere Luftvolumen im Reifen sind die Vorteile, natürlich abseits der coolen Individualisierungsmöglichkeiten, was Sagans Bike zeigt.

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Mehr Power: Der Sattel

Ebenfalls für mehr Komfort und damit mehr Sitzfleisch sorgt der sogenannte Power Sattel des Venge, der es den Fahrer erlaubt, eine noch aggressivere Sitzhaltung einzunehmen ohne dabei die Durchblutung der empfindlichen unteren Regionen des Körpers zu beeinträchtigen. Die Sättel sind deutlich kürzer und breiter mit einem Cut-Out in der Mitte, um für eine konstante Durchblutung zu sorgen.

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Modelle und Preise

Das Venge ViAS Disc kommt in drei Modellen auf den deutschen Markt und startet bei 4.999€ mit dem Venge ViAS Expert Disc Ultegra. Das Top-Modell ist standesgemäß von S-Works, heißt Venge ViAS Disc eTap und kostet schlappe 9.999€.

  • Venge Elite – 2.699€
  • Venge ViAS Expert Disc Ultegra – 4.999€
  • Venge ViAS Pro – 6.999€
  • Venge ViAS Pro Disc UDi2 – 7.499€
  • S-Works Venge ViAS Di2 – 9.499€
  • S-Works Venge ViAS Disc eTap – 9.999€