Die 10 wichtigsten Fakten zum Specialized Roubaix 2017

Oktober 12, 2016
Die 10 wichtigsten Fakten zum Specialized Roubaix 2017

Es soll seinen Namen schließlich nicht umsonst tragen: Das Specialized Roubaix wurde für die neue Saison komplett überarbeitet und soll in Zukunft das beste Bike sein, um die härtesten Rennen im WorldTour-Kalendar zu bestehen – allen voran natürlich das legendäre Paris-Roubaix. Dafür hat Specialized zahlreiche neue Technologien und Features im Gepäck, die das Langstrecken-Rennrad noch leichter, schneller und smoother machen als jedes andere Specialized Road Bike zuvor. Ja, es soll so gut sein. Wir haben einen ersten Blick auf das neue Über-Rennrad geworfen und die 10 wichtigsten Fakten für euch zusammengefasst.

1. Statt Zertz gibt es jetzt echte Federung

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Credit: Breakthrough Media/Specialized

Das Specialized Roubaix erhält in seiner neuesten Auflage ein Federungssystem in der Front mit 20mm Federweg. Ja, Federweg. Die Stoßdämpfung in einem solchem Umfang ist für ein Rennrad einzigartig und wurde von Specialized so konzipiert, dass sie stets aktiv ist. Soll heißen: Bei jeder Unebenheit wird das System aktiv und absorbiert jegliche Stöße auf den Rahmen. Das Fahrverhalten soll sich durch die Federung nicht verändern und auch bei Sprints soll keine Kraft verloren gehen. Die neue Technologie heißt Future Shock und wird bei allen Modellen aufwärts der „Elite“-Version eingesetzt. Das System arbeitet mit einer Federungskartusche im Steuerrohr, bei der die Feder individuell anpassbar ist. Jedes Roubaix kommt mit drei austauschbaren Federn, um zwischen den Federspannungen „Firm“, „Medium“ und „Soft“ zu wählen. Da die Federung oberhalb des Steuerrohrs sitzt und nur ein Bruchteil des Fahrers aushalten muss, spielt das Gewicht des Fahrers, ganz anders als beim Mountainbike, nur eine untergeordnete Rolle.

Ein weiterer Vorteil von Future Shock neben dem höheren Fahrkomfort ist laut Specialized auch eine verbesserte Traktion. Die um 5,1% höhere vertikale Nachgiebigkeit hält die Räder bei Stößen und Vibrationen am Boden, anstatt das Rad kurzzeitig abheben zu lassen. Dadurch profitiert natürlich das Fahrgefühl gegenüber dem Vorgänger Roubaix SL4 mit Zertz-Technologie, dessen Elastomer-Dämpfung bei den neuen Modellen nicht mehr angewandt wird.

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Credit: In-Yellow / L.Brun/Specialized



2. Keine Federung, dafür viel Flex im Heck

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Credit: Breakthrough Media/Specialized

Specialized legte seine Prioritäten ganz klar in den Bereich der Front-Federung, doch auch am Heck hat sich etwas getan. Zwei Technologien bringen hier zusätzliche Nachgiebigkeit und sorgen für erhöhten Fahrkomfort. Zum einen übernimmt das Roubaix 2017 die CG-R Sattelstütze, CobbleGobbler genannt, die mit ihrem einzigartigen Design Vibrationen abdämpfen kann. Dazu kommt die Drop Clamp Stützklemmung, welche auf Höhe der Sitzstreben angebracht ist und damit deutlich tiefer sitzt, was der Sattelstütze deutlich mehr Flex erlaubt.

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Credit: In-Yellow / L.Brun/Specialized

3. Scheibenbremsen, keine Widerrede

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Credit: Breaktrough Media/Specialized

All-in von Specialized. Das Roubaix kommt 2017 ausschließlich mit Scheibenbremsen auf dem Markt und tut es vielen Endurance Bikes anderer Hersteller gleich. Das Vorgängermodell SL4, was auch 2017 noch erhältlich sein wird, kommt weiter ohne Disc-Variante aus. Das neue Roubaix setzt außerdem auf eine Vollcarbon-Gabel und bis zu 32mm breite Reifen, die zusätzlich Vibrationen dämpfen. Ein weiterer Vorteil des neuen Disc-Designs mit der höheren Reifenfreiheit ist die Absenkung des Tretlagers, was den Schwerpunkt nach unten schiebt und somit für ein besseres Handling und mehr Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten sorgt.

4. Leichtester Roubaix Rahmen

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Credit: Breaktrough Media/Specialized

Durch die neuen Technologien zur Federung und Flexibilität des Rahmens konnte sich Specialized beim Gewicht und den Materialschichten austoben. Neben der Anforderung an ein super „smoothes“ Bike sollte auch das Rahmengewicht einen neuen Meilenstein darstellen.

Rahmen und Gabel wurden spürbar schmaler im Vergleich zum Vorgänger, was vor allem dem Wegfall der Zertz Technologie und der integrierten Federlösung geschuldet ist, die es so nicht nötig machte, weitere Maßnahmen für mehr Fahrkomfort zu integrieren. So konnte das Roubaix deutlich abspecken und erinnert optisch stärker an das Tarmac.

Die Zahlen bestätigen das: Der Specialized Roubaix 2017 Rahmen wiegt 1.050 Gramm, die S-Works-Version nur 900. Der Tarmac Rahmen wiegt im Vergleich 966 Gramm. Die S-Works-Variante ist damit der leichteste Rahmen im Specialized-Sortiment, was für ein komfortables Langstrecken-Rennrad natürlich eine Hausnummer ist. Der Haken: Das Gewicht rechnet das Future Shock System und die CG-R Sattelstütze nicht mir ein, weswegen das Tarmac als kompletter Build immer noch leichter ist als das Roubaix. Das Gesamtgewicht eines mit SRAM Red eTap ausgestatteten Specialized Roubaix 2017 liegt bei 7,2 Kilogramm.

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Credit: Breaktrough Media/Specialized

5. Keine Sparflamme: Preise ab 2.499€

Innovation kostet. Das neue Roubaix geht erst ab 2.500€ los, während der Vorgänger SL4 in neuen Farben für bereits 1.799€ zu haben ist. Alle Preise und Modelle des 2017er Modells:

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  • Roubaix Elite in rot oder schwarz > 2.499€
  • Roubaix Comp in blau oder schwarz > 3.299€
  • Roubaix Expert in anthrazit > 3.999€
  • Roubaix Expert UDi2 in schwarz > 4.999€
  • Roubaix Pro UDi2 in blau > 6.499€
  • S-Works Roubaix eTap in anthrazit > 9.799€

6. Alles drin: SWAT Box

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Credit: In-Yellow / L.Brun/Specialized

Die Integration kennt vor allem bei Specialized keine Grenzen mehr. Das integrierte Aufbewahrungssystem der US-Amerikaner wurde für 2017 weiterentwickelt und soll endlich Schluss machen mit nervigen Satteltaschen und ausgebeulten Trikottaschen. Das SWAT-System sitzt über dem Tretlager und verstaut notwendiges Werkzeug und Zubehör, was du auf keiner Fahrt missen solltest. Das neue SWAT ist allerdings nur bei den Pro und S-Works-Modellen verfügbar.

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Credit: In-Yellow / L.Brun/Specialized

7. Neuer ViAS Lenker

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Credit: Specialized

Schon nach einem kurzen Blick auf das neue Roubaix fällt der neue Lenker auf, den wir bereits vom Venge ViAS her kennen. Der Aerofly-Lenker ist Teil des umfangreichen Aero-Pakets des Venge und trägt dazu bei, dass der Aero-Renner mit den richtigen Komponenten bis zu 5 Minuten auf 40 Kilometer einspart. Was also beim Sprint hilft, ist sicher auch auf der Langstrecke nicht verkehrt. 15mm Rise, 125mm Drop und ein Reach von 75mm sorgen auch beim Roubaix für ein ordentliches aerodynamisches Profil.

8. Neue größenspezifische Geometrie

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Credit: Breaktrough Media/Specialized

Das Roubaix 2017 hat eine komplett überarbeitete Geometrie verglichen mit dem SL4. Fast jede Kennzahl ist anders, obwohl Stack und Reach kaum verändert wurden. Der Radstand beispielsweise ist mit 993mm deutlich kürzer als beim SL4 mit 1011mm, während der Lenkwinkel steiler, das Steuerrohr kürzer und das Tretlager tiefer geworden sind. Vom Tarmac wurde außerdem das größenspezifische Rahmendesign übernommen, genannt „Rider-First Engineered“. Während die Hersteller in der Regel nur einen Rahmen auf die Zielvorgaben bezüglich Steifigkeit, Nachgiebigkeit und Gewicht optimieren und dann den Rahmen nur schrumpfen oder vergrößern, wird beim Ansatz von Specialized jede Rahmengröße optimiert, sodass jede Rahmenhöhe das gleiche Fahrgefühl vorweisen kann.

9. Für die Frau: Specialized Ruby

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Credit: Specialized

Das Specialized Ruby bietet die gleichen technologischen Feinheiten wie das Roubaix und wurde zusätzlich speziell für Frauen designt. Rahmen, Komponenten, Sattel, Kurbel und Lenker wurden an die anatomischen Bedürfnisse der Frau angepasst und sollen so ein verbessertes Fahrgefühl erzeugen. Das Ruby SL4 ist auch 2017 wieder erhältlich, basiert aber auf dem Vorgänger. Die neuen Modelle in der Übersicht:

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  • Ruby Elite in schwarz > 2.499€
  • Ruby Comp in weiß > 3.299€
  • S-Works Ruby eTap in schwarz > 9.799€

10. Auch neu: Laufräder

Ruby und Roubaix bekommen von Specialized gleich noch neue Räder spendiert. Die Roval CLX 32 sind breiter, bieten mehr Fahrkomfort und sollen mit die leichtesten Carbon-Laufräder sein, die sie je hergestellt haben. Wir sind gespannt.

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Credit: Breaktrough Media/Specialized