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MTB Schaltungen und Gruppen von Shimano & SRAM: Alles was du wissen musst

Februar 01, 2017
MTB Schaltungen und Gruppen von Shimano & SRAM: Alles was du wissen musst

Dumme Frage, aber was ist schon ein modernes Mountainbike ohne Schaltgruppe? Nun, im wahrsten Sinne nur Rahmen, Gabel (und Dämpfer), Laufräder und Steuerkomponenten, aber nicht wirklich ein funktionstüchtiges MTB. Denn das Schaltsystem ist quasi der Antrieb des Fahrrads und beinhaltet die Kurbel am Tretlager, Kettenblätter vorne, die Kette, die Kassette hinten, das Schaltwerk, einen Umwerfer (bei zwei oder mehr Kettenblättern) sowie die Schalthebel. Außerdem gehören zu den Antriebsgruppen (Groupsets) am Mountainbike noch die Bremsen inklusive Bremshebel dazu.

Wenn es an die Auswahl der passenden Gruppe bzw. MTB-Schaltung geht, gilt das grundsätzliche Prinzip: je mehr du reinsteckst, desto mehr bekommst du auch - Schaltgruppen in höheren Preisklassen sind effizienter, langlebiger und ermöglichen einen leichtgängigeren Schaltvorgang, alles bei einem geringeren Gewicht. In diesem Blog-Beitrag klären wir die Grundlagen von Schaltgruppen, erläutern den Aufbau und die Funktionsweise und fassen die Unterschiede sowie die Hierarchie der einzelnen Modelle von Shimano und SRAM zusammen. So kannst du leichter entscheiden, welche Gruppe an deinem (neuen) Mountainbike seinen Platz finden soll.


> Mehr lesen: MTB Guide - Die große Mountainbike Kaufberatung


Bestandteile einer Mountainbike-Gruppe

Die Tretkurbeln

Hier nimmt die Kraftübertragung ihren Anfang. An den Kurbeln des Tretlagers befinden sich die Pedale, mit deren Hilfe die Antriebsgruppe in Gang gebracht wird. Das Tretlager besteht dabei aus den Teilen Kurbelarme, Kettenblatt bzw. Kettenblätter und der Achse, die beide Kurbeln miteinander verbindet.

Die Anzahl der Kettenblätter gibt dabei Aufschluss über die Anzahl der Gänge, welche deinem Mountainbike vorne zur Verfügung stehen. Aktuell geht der Trend eher in die Richtung „weniger ist mehr“, also weg von drei Kettenblättern, die sich vorrangig noch an Einsteigermodellen finden und hin zu Einfach- und Zweifachkurbeln mit einem bzw. zwei Kettenblättern.

mountainbike kurbeln bikeexchange

Die Länge der Kurbelarme ist genauso wie beim Rennrad variabel, variiert aber nicht so stark. Die Kurbelarmlänge ist ausschlaggebend für die Hebellänge beim Treten und damit für die Effizienz der Kraftübertragung. In der Regel findet man bei kleinen Rahmen 170mm Länge, bei Medium-Rahmen und größer 175mm. Downhill Bikes nutzen dagegen kürzere Kurbelarme um die 165mm, damit genug Bodenfreiheit gegeben ist.

Das Tretlager

Die Tretkurbeln werden auf der Tretlagerwelle befestigt, welche wiederum auf mehreren Innenlagern, dem Tretlager, gelagert sind. Das Gehäuse unterscheidet sich je nach Ausführung des Tretlagers. Aktuell favorisieren die Hersteller immer mehr die Innenlager-Lösungen mit eingepressten Lagerschalen anstatt z.B. die eingedrehten Lager mit BSA-Gewinde, welche auch nach vielen Jahren noch auf den Shimano Hollowtech-Standard setzen. Bei den Pressfit-Lagern herrschen die Standards BB30 und BB90 (häufig auch BB86 und BB92) vor.

Die Kassette (oder das Ritzelpaket)

Die Kassette besteht aus mehreren Zahnkränzen, häufig Ritzel genannt, und befindet sich am Hinterrad des Mountainbikes. Die Kassette bestimmt die Gangzahl am Heck, welche in der Regel zwischen 8 und 12 liegt. Zusammen mit den Kettenblättern ergibt sich daraus die gesamte Gangzahl und Übersetzungsbandbreite.

Die Kette

Die Kette verbindet die Kettenblätter vorne mit der Kassette hinten und ist essentiell für den Antrieb des Mountainbikes. Sie wird fast ausschließlich aus Stahl gefertigt und besteht aus zahlreichen kleinen Gliedern, die eine reibungslose Rotation ermöglichen, sich jedoch nicht verdrehen lassen.

Das Schaltwerk und der Umwerfer

Das Schaltwerk und der Umwerfer verschieben den Lauf der Kette über die Kettenblätter bzw. die einzelnen Ritzel der Kassette. Sie werden in der Regel über ein Kabel angesteuert und leiten über die Manipulation der Zugkraft den Schaltvorgang ein.

Das Schaltwerk hinten kann bei heftigen Geländefahrten schon mal ordentlich durchgeschüttelt werden, Geräusche machen und im schlimmsten Falle die Kette abwerfen. Die Hersteller Shimano und SRAM haben darauf reagiert und ihre Schaltwerke mit sogenannten Clutch-Technologien ausgestattet, die in der Kettenführung eine erhöhte Reibung erzeugen und so die Kettenspannung während der gesamten Fahrt erhöhen, um springende Ketten zu vermeiden (vereinfachte Darstellung im Bild).

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Elektronische Schaltungen setzen da noch einen drauf und statten das Schaltwerk mit winzig kleinen Servomotoren aus, welche dann die Schaltbewegungen kontrollieren. Diese Premiumvariante des Schaltens bei einem MTB eliminiert den Verschleiß der Schaltkomponenten durch Schlamm, Wasser und weitere Einflüsse, welche die Schaltleistung zum Teil spürbar beeinträchtigen können, da mechanische Schaltungen auf eine präzise Zugspannung über die Kabel angewiesen sind.

Bei Einfach-Schaltungen mit nur einem Kettenblatt vorne wird kein Umwerfer benötigt.

Die Schalthebel

Die Schalthebel befinden sich direkt am Lenker und sind dein Kontrollelement, um den Schaltvorgang über das Schaltwerk und den Umwerfer einzuleiten. Dies geschieht entweder über ein mechanisches Kabel oder einen elektrischen Impuls.

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Der am weitesten verbreitete Schalthebel-Typ ist der Trigger, bei dem du entweder mit dem Daumen oder mit dem Zeigefinger den Schaltvorgang einleitest. Weniger populär ist aktuell das Grip Shift System, bei dem die Rotation des Griffs das Schalten übernimmt. Shimano und SRAM haben beide eigene Systeme zum Schalten, auf die wir später noch eingehen werden.

Die Bremsen

Ebenfalls Bestandteil einer Mountainbike Gruppe ist die Bremse. Auch wenn sie in den letzten Jahren immer mehr in eine eigene Kategorie gedrängt wurde, gibt es zu jeder Schaltgruppe die passende Bremse, auch wenn der Trend hier zu einer Kombination verschiedener Komponenten geht. Dies liegt auch an der Evolution von Felgenbremse zur Scheibenbremse, welche mittlerweile an jedem Mountainbike über ca. 400€ zum Standard geworden ist.

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MTB Scheibenbremsen lassen sich in zwei Kategorien unterteilen – hydraulisch und mechanisch. Mechanische Scheibenbremsen sind die gängige Wahl für Mountainbikes im unteren Preisbereich und funktionieren wie die Schaltung über Zugspannung. Das System ist im Vergleich zum hydraulischen System nicht abgeschlossen und damit eher anfällig für Dreck, Rost und weiteren Verschleiß. Die hydraulischen Scheibenbremsen findet man an den höherpreisigen MTBs und borgt sich die Technologie aus der Autobranche. Über ein abgedichtetes Flüssigkeitssystem wird hier die Kraft vom Bremshebel zu den Bremsklötzen übertragen, absolut wartungsarm und einfach zu bedienen.

Gänge und Übersetzungen

Wie es auch bei Motoren im Auto der Fall ist ermöglichen dir die Gänge beim Fahrrad eine konstant hohe Kraftübertragung über eine große Übersetzungsbandbreite, um hohe Geschwindigkeiten bei jeder Steigung zu ermöglichen. Bei kleinen (leichteren) Gängen dreht sich das Hinterrad im Vergleich zur Kurbel weniger, während bei den großen Gängen das Hinterrad bei einer kompletten Umdrehung einen weiteren Weg zurücklegt als die Tretkurbel.

Beim Mountainbiken sind kleine Gänge wichtig, um bei extremen Anstiegen und unwegsamen Passagen gut durchzukommen. Deswegen nutzen MTBs spezielle Übersetzungen, die sich besonders für solches Terrain eignen und eben nicht solch hohen Geschwindigkeiten ermöglichen wie bspw. eine Rennrad-Gruppe.

Hervorzuheben ist dabei der Fakt, dass Ganganzahl nicht mit der Übersetzungsbandbreite gleichzusetzen ist. Letztere bezeichnet die Spanne zwischen dem schwersten und leichtesten Gang, welche bei einem MTB mit 11 Gängen durchaus die gleiche sein kann wie bei einem mit 30 Gängen. Die Ganganzahl ist dagegen einfach die rechnerische Anzahl an verfügbaren Gängen, die sich aus der Multiplikation der Kettenblätter vorne und der Ritzelanzahl hinten ergibt. Die Übersetzungsbandbreite ist logischerweise die wichtigere Größe, weswegen viele Hersteller immer mehr auf weniger Gänge und eine zum Teil noch höhere Übersetzungsbandbreite setzen. Die Vorteile von Einfach- und Zweifach-Antrieben im Vergleich zu den drei Kettenblättern sind eine einfachere Handhabung, höhere Zuverlässigkeit und geringerer Wartungs- und Instandhaltungsaufwand. Außerdem gibt es bei mehreren Kettenblättern immer redundante Gänge, wie z.B. beim einem 27-Gang Antrieb (3x9), der im Endeffekt nur 18 wirkliche Gänge hat.

Die Anzahl der Zähne der Kettenblätter und Ritzel legt die genaue Übersetzung fest. Je weniger Zähne das Kettenblatt hat, desto niedriger ist der Gang. Im Heck ist es umgekehrt, der kleinste Gang hat hier die meisten Zähne und das größte Ritzel. Für den größten Gang gilt dann also: Das größte Kettenblatt vorne, das kleinste Ritzel hinten.

Shimano vs. SRAM – MTB-Schaltungen im Detail

mtb schaltgruppen in der uebersicht

Im MTB-Bereich gibt es bei der Schaltung eigentlich häufig nur die Wahl zwischen Shimano und SRAM. Wir geben euch einen Überblick über die Technologien der beiden Konkurrenten und die Hierarchien der einzelnen MTB-Schaltgruppen.

Shimano

Shimano ist aktuell der Marktführer in allen Fahrradsegmenten und hat das größte Portfolio an Schaltsystemen für den MTB-Bereich. Die meisten Gruppen wurden so entwickelt, dass sie sich auch kombinieren lassen, solange sie die gleiche Anzahl an Gängen besitzen. Die Schalthebel der japanischen Firma nutzen die Rapid Fire Technologie, welche über Daumen und Zeigefinger gesteuert werden. Die Technologie ermöglicht bei den teureren Ausführungen auch das Schalten mehrerer Gänge mit nur einem Druck.

shimano xtr gruppe bikeexchange

Alle Schaltgruppen in der Übersicht:

Tourney

Die billigste Gruppe im Shimano-Sortiment wird eigentlich weniger bei Mountainbikes und eher bei Freizeit-Rädern, Crossbikes und ATBs eingesetzt. Als Materialien kommen minderwertiger Stahl und Plastik-Komponenten zum Einsatz. Grip Shift und 3x7 Gänge sind hier oft der Standard.

Altus

Die Einsteiger-Gruppe von Shimano wird gelegentlich noch bei Budget-Mountainbikes eingesetzt, ist aber eigentlich wie die Tourney nicht wirklich für den Offroad-Einsatz geeignet. Man darf hier allerdings schon mit den Rapid Fire Shiftern und 3x7 bzw. 3x8 Gängen rechnen.

Acera

Ebenfalls noch eine Einsteiger-Gruppe, aber schon mit 3x8 und 3x9 Gängen und vermehrtem Einsatz von leichten Aluminium.

Alivio

Die Top-Gruppe in Shimanos Freizeit-Rad-Bereich ist die Alivio, die schon so einige Technologien und Features der speziellen MTB-Gruppen übernimmt. Einsteiger-MTBs und günstig ausgestattete Mountainbikes für Hobbyfahrer nutzen die geländetaugliche Alivio mit 3x9 Gängen. Die Komponenten bestehen aus noch höherwertigen Materialien, auf ein Clutch-System muss man allerdings verzichten.

Deore

Die Shimano Deore ist in dieser Liste die erste wirklich 100%ige MTB-Schaltgruppe und richtet sich an Neulinge genauso wie Fortgeschrittene. Die vielleicht beliebteste Schaltung übernimmt zahlreiche Features sowie das Design der höherklassigen Gruppen SLX und XT und kommt standardmäßig mit 10 Ritzeln hinten und wahlweise zwei oder drei Kettenblättern. Außerdem mit dabei: Schaltwerk mit Clutch-Technologie.

SLX

Die SLX ist das Mountainbike-Äquivalent zur 105 im Rennradbereich: Das Arbeitstier unter den MTB-Gruppen unterscheidet sich in der Ausstattung und den Features nur geringfügig von teureren Gruppen, wiegt dafür aber mehr. Die aktuelle Generation der SLX nutzt einer 11er Kassette und je nach Wunsch eine Einfach-, Zweifach- oder Dreifach-Kurbel. Für das eine Ketteblatt empfehlen wir die Kassette mit einer Übersetzungsbandbreite von 11-42 Zähnen.

Zee

Die spezielle Downhill- und Freeride-Gruppe kostet ungefähr so viel wie die SLX und ist aktuell als 1x10 Schaltung erhältlich. Im Vergleich zur Einfach-SLX-Schaltung hat die Zee etwas an Beliebtheit verloren, doch die robusten Bremsen stehen aufgrund ihrer enormen Bremskraft immer noch hoch im Kurs.

XT

Nach der Deore wahrscheinlich die beliebteste MTB-Schaltgruppe. Die XT-Gruppe liefert die erstklassige Performance im XTR-Format für weniger Geld und etwas mehr Gewicht und ist deshalb aus dem Segment der ambitionierten Mountainbike-Sportler nicht mehr wegzudenken. Die aktuelle Generation XT8000 kommt mit einem oder zwei Kettenblättern, bei der ersteren Variante häufig mit 11-42 oder 11-46 Kassette.

XT Di2

Die elektronische Version der XT nutzt elektronisch gesteuerte Servomotoren, um den Schaltvorgang direkt am Schaltwerk einzuleiten. Die Schaltvorgänge sind entsprechend präzise und blitzschnell, allerdings auf Kosten eines höheren Gewichts und natürlich eines höheren Preises. Weiterer Vorteil: Einmal richtig eingestellt, ist keine Nachjustierung mehr erforderlich. Die Ausstattung ist die gleiche wie bei der mechanischen XT.

XTR

Die Meisterklasse von Shimano hört auf den Namen XTR und besteht aus einer Mischung von Carbonteilen, Titan und hochwertigem Aluminium. So wird die perfekte Balance aus Zuverlässigkeit und Leichtigkeit erzeugt. Die XTR RapidFire Plus Schalthebel funktionieren dank innerer Lager noch smoother, Toleranzen sind bis auf ein Minimum heruntergeschraubt um maximale Performance zu gewährleisten. Preislich liegt die XTR deutlich über der XT, auch wenn die Schaltperformance und das Gewicht nur geringfügig besser sind.

XTR Di2

Der Höhepunkt der MTB-Schaltungen von Shimano ist seit einigen Jahren nicht mehr die XTR, sondern die elektronische XTR Di2. Die höhere Präzision und Effizienz macht sich auch bei der Top-Gruppe bemerkbar, die insgesamt leichter ist als die XT Di2, aber schwerer als die XTR.

Saint

Auf gleichem Level wie die XTR, jedoch für Downhiller, ist die Saint. Die 1x10 MTB-Schaltung wird vor allem im World Cup der Profis so richtig hart rangenommen und ist die erste Wahl für professionelle Downhill-Athleten.

SRAM

SRAM ist aktuell der größte Konkurrent von Shimano und hat mehrere MTB-Schaltgruppen im Programm. Die amerikanische Firma ist allerdings deutlich innovativer unterwegs und war Wegbereiter für den Zweifach- und Einfach-Antrieb in der Mountainbike-Welt. SRAM Gruppen sind nicht ganz so klar abgegrenzt wie die bei Shimano, sodass Kombinationen aller Art im unteren Preisbereich an der Tagesordnung sind. Die Amis konzentrieren sich dabei vor allem auf ihr neuestes Baby, den Einfachantrieb, und entwickeln spezifische Gruppen für verschiedene Preisklassen.

SRAM XX1 Eagle Gruppe BikeExchange

Geschaltet wird bei SRAM mit Grip Shift und dem von Shimano bekannten Trigger-System, allerdings nur mit Daumen statt mit Daumen und Zeigefinger. Auch für SRAM stellen wir euch die aktuellen Gruppen kurz vor.

X5

Die Einsteiger-Gruppe von SRAM ist mit 9er und 10er Kassette erhältlich, sowie mit zwei oder drei Kettenblättern. Die Gruppe wird selten komplett an einem MTB verbaut, die einzelnen Teile findet man hingegen oftmals an Hardtails der unteren Preisklasse.

X7

Für Hardtails und Einsteiger-Fullys ist die X7 seit langem schon eine gängige Wahl. Sie steht für Trail-Performance für wenig Geld und kommt mit zwei Kettenblättern und 10er Kassette. Die Clutch-Technologie am Schaltwerk sorgt außerdem für reibungsfreies Ballern auf dem Trail. Der indirekte Nachfolger ist die NX 1x11 Schaltung von SRAM.

X9

Die X9 ist von den Features her mit der X7 vergleichbar, setzt aber auf hochwertiges Aluminium und höherwertige Stahllegierungen, sodass sie leichter und haltbarer ist. Die 2x10er X9 ist allerdings nicht mehr die aktuellste Gruppe und wird zusehends von der NX und GX abgelöst.

NX

Die SRAM NX ist noch ziemlich neu auf dem Markt und aktuell die günstigste 1x11er Gruppe, die du dir kaufen kannst. Sie kommt mit 11-42T Kassette und bietet trotz des einen Kettenblatts eine hohe Übersetzungsbandbreite. Die Kassette passt außerdem auf jede Standard-Nabe und benötigt nicht wie die anderen 1x-Kassetten von SRAM einen speziellen XD-Driver.

GX

Die GX überschneidet sich teilweise stark mit der X7, X9 sowie X1 und ist in vier Ausführungen erhältlich; 1x7, 1x11, 2x11 und 2x10, wobei die 1x11 am häufigsten Verwendung findet. Die 1x7 Variante richtet sich an Downhill-Fahrer.

X1

Erst 2015 vorgestellt, wurde die X1 2017 bereits fast vollständig durch die GX 1x11 ersetzt. Damals war die X1 die erste ernstzunehmende Einfach-Schaltung, mit der man ordentlich Gas geben konnte. Die Schaltperformance ist durchaus vergleichbar mit höherwertigen Gruppen, dabei noch leichter als die GX.

X0

Die mittlerweile etwas in die Jahre gekommene X0 ist immer noch ein wahres Multitalent und je nach Größe des Ritzelpakets sowohl für Downhiller als auch Cross-Country-Fahrer einen Blick wert.

X01

SRAM’s erste 1x-Schaltung der Premiumkategorie aus Carbon kommt mit 11er Kassette und 10-42 Zähnen und war lange Zeit das Paradestück für moderne Enduro-Renner. Die X01 ist für Downhiller auch mit 1x7 und 1x10 Schaltung erhältlich.

X01 Eagle

Die 2017 neu vorgestellte X01 Eagle ist die neueste X01 Version und stellt auf eine 12er Kassette um. Als weiteres Beispiel für die Redundanz eines zweiten Kettenblatts bietet die MTB-Schaltung eine wahnwitzige Übersetzungsbandbreite von 500% und stellt den neuen Benchmark im SRAM Trail- und Enduro-Lineup dar.

XX

Wie die X0 ist auch die XX nicht mehr das neueste Modell, überzeugt aber immer noch durch ihr geringes Gewicht und die gute Performance für Cross-Country-Athleten. Die 2x10-Mountainbike-Gruppe ist zwar immer noch erhältlich, wurde aber von seinen Nachfolgern so gut wie komplett abgelöst.

XX1

Was die X01 für Enduro ist, ist die XX1 für Cross-Country und Marathon-Racer. Die Unterschiede sind marginal, am meisten unterscheiden sie sich noch im Gewicht. Die erste Cross-Country-Einfachschaltung kommt mit 10-42T Kassette.

XX1 Eagle

Auch neu 2017: Das Eagle Update für die XX1. Mit den gleichen Features wie die X01 Eagle wurde wieder am Gewicht gefeilt, um für XC-Racer jede Sekunde rauszuholen. Aktuell also die SRAM Schaltung mit dem besten Gewichts-/Übersetzungsbandbreiten-Verhältnis.