Mountainbike Kaufberatung - Alles was du wissen musst

September 20, 2016
Mountainbike Kaufberatung - Alles was du wissen musst

Wer auf der Suche nach einem neuen Mountainbike ist und noch keinen genauen Plan hat, in welche Richtung es gehen soll, steht vor einer langwierigen Suche. Soll es ein Fully sein oder ein Hardtail? Welche Laufradgröße sollte ich wählen? Welches Rahmenmaterial ist für mein Geld das Beste? Oder soll es doch ein Fatbike werden? Fragen über Fragen, die einen früher oder später daran zweifeln lassen, ob es angesichts der zahllosen Marken, Modelle und Ausstattungsvarianten überhaupt möglich ist, das passende Bike zu finden.

Doch keine Sorge, dein Traumbike ist da draußen, und wir helfen dir, es zu finden. Mit unserer Mountainbike-Kaufberatung geben wir dir hilfreiche Tipps und Erklärungen, damit du bei den ganzen Kategorien und Fachbegriffen nicht den Überblick verlierst und am Ende genau weißt, welche Mountainbike-Typen für dich in Frage kommen und welches Modell sich am besten für dein Budget eignet.

Typenfrage: Hardtail, Fully, Fatbike, Rigid?

Mountainbike ist nicht gleich Mountainbike. Zwar gehören das Fatbike und das Fullsuspension MTB (Fully) beide zur Mountainbike-Kategorie, doch der Einsatzzweck, die Ausstattung und das Fahrgefühl sind teilweise grundverschieden. Moderne Mountainbikes werden speziell auf ein bestimmtes Geländeprofil und den Riding Style des Fahrers zugeschnitten, also wo und vor allem wie man mit dem Bike fahren möchte. Manche MTBs verfügen über einen großzügigen Federweg vorne und hinten, um auch im schweren Gelände keine Probleme zu haben, während andere über keine Dämpfung verfügen, um die Steifigkeit und das Gewicht des Rahmens zu verbessern und somit noch schneller auf dem Trail zu sein. Andere wiederum verfügen über weniger Federweg oder nur eine Federgabel vorne, um die richtige Balance aus Geschwindigkeit und Federungskomfort zu bieten. Und dann gibt es noch die Fatbikes, die speziell für den Einsatz in besonders schwierigem Gelände wie Sand und Schnee konzipiert wurden.



Mit dem Einsatzzweck ändert sich auch die Geometrie des Rahmens. Der Lenkwinkel ändert sich beispielsweise je nachdem, ob der Fokus auf agilem Handling oder hoher Stabilität liegt. Für letzteres ist ein flacher Lenkwinkel unter 68° Voraussetzung, wogegen ein steiler Winkel zwischen 69 und 71° ein direkteres, aggressiveres Fahrgefühl vermittelt.

Die Grundtypologie der Mountainbikes richtet sich nach der Bauart des Rahmens und gibt die Richtung vor, welcher Einsatzzweck mit diesem Fahrrad möglich ist. Wir erklären dir die grundlegenden Unterscheide der vier Typen.

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Fullsuspension / Fully Mountainbike

Wie der Name schon vermuten lässt, verwenden Fullys eine Federung sowohl am Vorderrad als auch am Hinterrad. Der Federweg beschreibt dabei, welcher Weg durch die Dämpfung zurückgelegt werden kann, um Unebenheiten auszugleichen und Stöße auf das Fahrwerk zu absorbieren und somit die Traktion und Kontrolle zu verbessern. Hierbei gilt die Faustregel: Je unwegsamer das Gelände, desto mehr Federweg, um die Räder für optimalen Grip auf dem Boden zu halten. Typischerweise reicht der Federweg bei Mountainbikes von 80mm bis hin zu 210mm (vorne und hinten).

Ein praktisches Beispiel: Downhill Bikes wurden entwickelt, um steile, technische anspruchsvolle Strecken so schnell wie möglich zu fahren, und wurden deshalb mit maximalem Federweg jenseits der 200mm ausgestattet, um die nötige Traktion zu gewähren. Am anderen Ende des Spektrums finden sich die Cross-Country-Bikes wieder, deren Rahmen so leicht und effizient wie möglich sein müssen und deswegen auf einen Federweg um die 100mm ausgelegt werden. Ein nützliches Feature ist hier das Lock-out-System, mit dessen Hilfe die Dämpfung deaktiviert werden kann, um bei Anstiegen oder ebenen, geraden Strecken maximalen Vorschub zu erhalten und keine Kraft durch die Federung zu verlieren.

Kurz erklärt: Dämpfungssysteme

Die vordere Federung bzw. Dämpfung ist bei MTBs in der Gabel (Federgabel) untergebracht. Sie funktioniert über eine „Feder“, die sich ausdehnt, nachdem sie durch einen Schlag auf dem Weg zusammengedrückt wurde. Diese Feder kann entweder aus Luft, Stahl oder einer Kombination aus beidem bestehen. Die Luftfederung ist leicht und lässt sich über eine Dämpferpumpe exakt einstellen und justieren, während Stahlfedern eher bei günstigeren Mountainbikes oder Downhill Bikes mit hohem Federweg zum Einsatz kommen. Außerdem sind sie äußerst langlebig und robust und überzeugen durch ein feineres Ansprechverhalten als Luftfedern.

Die Federung hinten wird je nach Hersteller und Technologie in verschiedenen Formen realisiert. Ziel ist es dabei stets, neben der Absorption von Stößen auch die Antriebsneutralität zu gewährleisten, sprich die Krafteinflüsse von der Bremse und dem Tretlager von dem hinteren Dämpfer zu isolieren bzw. zu minimieren. Wir stellen euch die verschiedenen Bauarten kurz vor:

  • Eingelenker: Hier wird der hintere Teil des Mountainbikes, der Hinterbau, mit einem Gelenk mit dem Hauptrahhmen verbunden und rotiert beim Einfedern um ein zentrales Lager, etwa in Höhe des mittleren Kettenblatts. Vorteile: Sensibles Ansprechverhalten, Nachteil: Antriebseinflüsse, geringe Steifigkeit

  • Mehrgelenker: Beim Mehrgelenker wird der Hinterbau mit vier Lagerpunkten mit dem Hauptrahmen verbunden, die Funktionsweise ist trotzdem ähnlich des Eingelenkers. Die Gelenke oberhalb der Kettenstrebe dienen der Stabilisierung und Ansteuerung des Dämpfers. Vorteil: Höhere Steifigkeit und Antriebsneutralität, Nachteil: Wartungsintensiv

  • Viergelenker: Der Viergelenker ist auf den ersten Blick ähnlich des Mehrgelenkers, ermöglicht aber durch einen zusätzlichen Drehpunkt in der Kettenstrebe, dass das Hinterrad beinahe senkrecht nach oben Einfedern kann. Vorteil: Das zusätzliche Lager macht das System steifer und antriebsneutraler, Nachteil: ebenfalls wartungsintensiv und teuer

  • Virtual Pivot Point System: Das VPP-System setzt auf einen virtuellen Drehpunkt, um den der Hinterbau rotiert. Dies wird durch zwei Gelenke hinter der Tretlagerachse ermöglicht. Zwei weitere Gelenke steuern den Dämpfer an. Vorteil: kein Pedalwippen, hohe Antriebsneutralität, Nachteile: Pedalrückschlag

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Hardtail Mountainbike

Auch beim Hardtail ist der Name Programm. Hier gibt es die Federung nur vorne, der Hinterbau bleibt ungefedert („hard tail“). Da ein Hardtail aufgrund des fehlenden Dämpfers weniger bewegliche Komponenten benötigt, ist es in der Regel leichter, wartungsärmer und günstiger als ein Fully. Wie auch beim Fullsupsension MTB lässt sich bei modernen Hardtails der Dämpfer in der Federgabel über ein Lockout-System sperren, sodass das Bike an keiner Stelle mehr federt.

Dank des geringen Gewichts und der hohen Steifigkeit sind Hardtails wie gemacht für Cross-Country-Fahrer, die ihren Fokus auf Geschwindigkeit und Agilität legen. Auf schwierigen Trails tun sich die nur vorne gefederten Mountainbikes dagegen schwer. Trotzdem ermöglicht die Federgabel vorne je nach Federweg (meist zwischen 80mm und 140mm) ausreichend Komfort und Traktion, um sich im Gelände ordentlich auszutoben.

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Rigid Mountainbike (Starrgabel-Mountainbike)

Mountainbikes ohne Federungselemente werden als Rigid oder Starrgabel-MTBs bezeichnet. Aufgrund der fehlenden Dämpfer ist das Rigid Bike nur für leichte, wenig anspruchsvolle Trails geeignet, da Traktion und Fahrkomfort hauptsächlich von den Reifen abhängen. Dagegen ist ein Rigid Bike leichter und preisgünstiger als ein Hardtail oder Fully. Außerdem fällt die Wartung der beweglichen Dämpferteile weg. Puristen schwören noch heute auf das unvergleichliche Fahrgefühl eines Rigid Mountainbikes, doch im modernen Mountainbike-Sektor spielt das Starrgabel-MTB nur noch eine untergeordnete Rolle.

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Fatbike

Fatbikes stellen eine Weiterentwicklung der Hardtails bzw. Rigid-Mountainbikes (bei starrer Gabel) dar und sind für Untergründe wie Schnee und Sand ausgelegt, machen aber auch im normalen Gelände dank ihrer überbreiten 4“ bis 4,8“ Reifen eine gute Figur. Die Räder erreichen so öfter einen Durchmesser von ca 30“, weswegen auch überbreite Felgen bis 100mm nötig sind. Der Rahmen orientiert sich aufgrund der großen Räder an 29er MTBs und wird mit besonders belastbaren Gabeln, Kurbeln und Naben ausgestattet.

Riding Styles: Finde den für dich passenden Fahrstil

Wie eingangs schon beschrieben ist Mountainbike nicht gleich Mountainbike, vor allem wenn es um die verschiedenen Offroad-Disziplinen geht. Für das Cross-Country-Racing sind schnelle, extrem leichte MTBs unerlässlich, während für den Enduro Sport ein hoher Federweg und eine absenkbare Sattelstütze zum guten Ton gehört.

Damit du einen besseren Einblick in die Typologie der Mountainbikes erhältst und herausfinden kannst, welches MTB für welche Disziplin entwickelt wurde, präsentieren wir dir eine Übersicht über die populärsten Riding Styles.

Cross-Country

Cross-Country ist die ursprüngliche Form des Mountainbiken und beschreibt das Biken auf natürlich geformten oder künstlich angelegten Trails. Bevorzugtes Terrain gibt es nicht; Waldwege, Schotterpisten oder Wurzelteppiche sind alle willkommen. Hindernisse auf dem Trail sind entweder von der Natur geprägt oder wurden künstlich angelegt, um die Strecke noch spaßiger und anspruchsvoller zu machen.

Die Abkürzung XC, die sich bei vielen speziellen Cross-Country-Bikes finden lässt (zum Beispiel als XC-Geometry), bezieht sich auch auf die verschiedenen Renntypen des Sports: XCM steht für Cross-Country-Marathon, bei dem Strecken von 50 bis über 150 Kilometer Länge gefahren werden. XCO beschreibt Cross-Country-Olympic Rennen, bei denen in einer festen Zeit von in der Regel 1-2 Stunden sehr technische Rundkurse absolviert werden müssen.

Für Cross-Country-Fahrten eignet sich grundsätzlich jeder Typ des Mountainbikes. Während Hardtails eher für schnelle, flowige Trails mit wenig Hindernissen geeignet sind, ist bei technisch anspruchsvollen Strecken schon eher ein Fully sinnvoll, dass mit 100mm-120mm Federweg vorne und hinten eine verbesserte Traktion und Kontrolle auf vertrackten Trails mitbringt. Da Cross-Country-Strecken in der Regel recht eben verlaufen, muss stets ordentlich in die Pedale getreten werden, weswegen ein leichter, effizienter Antriebsstrang von Vorteil ist. Einer der wichtigsten Faktoren bei der Geometrie des Mountainbikes ist beim Cross-Country der Lenkwinkel. Pure Cross-Country-Racebikes haben einen steileren Lenkwinkel für aggressiveres, schnelleres Handling.

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Trail

Auch um das pure Trailvergnügen, aber weniger um Bestzeiten geht es beim Trail-Riding. Trail ist quasi wie Cross-Country der Inbegriff des Mountainbiken, richtet sich aber an erfahrenere Fahrer und anspruchsvollere Strecken.

Das typische Trail-Bike ist deswegen auch mit mehr Federweg ausgestattet als das Cross-Country-Bike und sollte die perfekte Balance für hohe Krafteffizienz bergauf und agilem Fahrverhalten bergab finden. Trail Bikes können deswegen auch ohne Problem bei Cross-Country-Rennen an den Start gehen, obwohl sie aufgrund ihres höheren Gewichts Defizite bei der Geschwindigkeit, vor allem bergauf, in Kauf nehmen müssen.

Der Federweg bei Trail Bikes liegt in der Regel zwischen 120mm und 140mm vorne und hinten. Einige Hersteller haben auch Trail-Hardtails im Programm, die dank einer kräftigeren Federgabel ebenfalls für härteres Terrain geeignet sind und die fehlende Dämpfung hinten mit breiteren Reifen kompensieren. Als Laufradgröße wird bei den meisten Herstellern in dieser Kategorie auf die 27,5“ und 29“-Räder gesetzt, immer häufiger auch in Plus-Ausführung. Der Lenkwinkel ist im Vergleich zu leichten Cross-Country-Racern flacher und liegt hier in der Regel zwischen 67 und 69°, um bergab eine höhere Stabilität und Kontrolle zu erreichen.

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Enduro / All Mountain

Enduro ist eine recht junge, einzigartige Form des Mountainbikens, bei der die Abfahrten bei einem Rennen gestoppt werden, die Uphill-Sektoren jedoch nicht. Für diese gibt es häufig nur ein maximales Zeitlimit, das man einhalten muss. Ein Rennen gewinnt derjenige, der bei allen Abfahrt-Sektionen die insgesamt beste Zeit herausfahren kann. Der neue MTB-Trendsport richtet sich eher an erfahrene Biker, die mit anspruchsvollen Sprüngen, tiefen Drops und technischen Trails keine Probleme haben.

Enduro Bikes sind noch mehr auf den Downhill-Bereich fokussiert als Trail Bikes, bringen aber im Vergleich zu reinen Downhill-Bikes auch am Berg noch eine gute Leistung. Der Federweg sollte für Enduro-Rennen zwischen 140mm und 170mm liegen, ein Fully ist Pflicht. Eine absenkbare Sattelstütze für bessere Kontrolle bergab ist genauso empfehlenswert wie breitere Reifen mit ungefähr 2,3 Zoll. Der Lenkwinkel ist nochmal eine Spur flacher als beim Trailbike.

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Downhill / Gravity

Für die Adrenalinjunkies unter den MTB-Fans gibt es die Downhill- und Gravity-Fraktion. Hier geht es einzig und allein um die Fahrt bergab. Den Berg hoch kommen die Fahrer entweder über einen Lift oder gar zu Fuß. Das Ziel: So schnell wie möglich den Berg wieder runter, hinweg über Drops und Sprünge, Steingärten, Rampen und andere Hindernisse.

Ein Downhill-MTB sollte nur auf die Bergab-Performance getrimmt sein und mit einem Federweg von mindestens 170mm bis hin zu 210mm ausgestattet sein. Ein längerer Radstand und breitere Reifen (bis 2,5“) sorgen für Stabilität, während große, zugkräftige Scheibenbremsen das Bike schnell zum Stehen bringen. Die Ganganzahl beschränkt sich meist auf 7, da nicht mehr benötigt werden. Die Laufradgröße ist entweder 26“ oder vermehrt bei modernen Downhillern 27,5“. Der Lenkwinkel liegt jetzt bei ca. 62-65°, um für maximale Stabilität und Kontrolle zu sorgen.

Laufradgrößen: Groß, größer, breiter

Es gibt drei Laufradgrößen bei modernen Mountainbikes, die je nach Einsatzzweck auch in Plus-Größen verfügbar sind: 26“, 27,5“ und 29“. Die Größe in Zoll gibt dabei den Durchmesser der Räder an.

26“ war ursprünglich die Standardgröße für Mountainbike-Laufräder, wird heute aber kaum noch bei modernen Mountainbikes angewandt. Die Vorteile liegen in der hohen Agilität und dem geringen Gewicht, doch Traktion und Fahrkomfort sind bei den größeren Rädern spürbar besser. 27,5“, öfter auch als 650B bezeichnet, ist quasi der Nachfolger der 26 Zoller und bietet ein besseres Überrollverhalten, mehr Traktion und höheres Luftvolumen als der kleinere Vorgänger. Noch größer, noch besseren Fahrkomfort und noch mehr Grip bietet die 29“-Größe. Allerdings sind die Räder auch schwerer, nicht so steif und nicht so wendig wie die 27,5“-Räder. Außerdem sind hohe Federwege aufgrund des hohen Raddurchmessers häufig nicht umsetzbar. Die 29er Größe ist deshalb vor allem bei Cross-Country-MTBs und Trailbikes beliebt, Enduro-Bikes werden auch zunehmend mit den größeren Rädern ausgestattet. Die 27,5er Größe ist dagegen in allen Disziplinen vertreten und punktet durch das geringe Gewicht und die hohe Agilität.

Dann gibt es da noch die Plus-Größen. Auch erst seit wenigen Jahren so richtig am Markt eingeschlagen, sollen die vergrößerten Radgrößen noch mehr Traktion und Fahrkomfort bringen. Die Breite der Räder liegt zwischen 2,8“ und 3“ für jeweils alle Laufradgrößen (26, 27,5 und 29“). Durch die breiteren Reifen kommt der Durchmesser der Laufradgröße 27,5+ beinahe an ein 29“-Rad heran.

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Preisfrage: Finde das passende MTB für dein Budget

Egal ob Einsteiger oder angehender Profi – das Geld ist bei vielen knapp, und nicht jeder kann sechs oder sieben Scheine für ein MTB hinlegen. Trotzdem gilt auch beim Mountainbike-Kauf, dass Qualität stets ihren Preis hat. Zwar gibt es in einschlägigen Supermärkten und Baumärkten Mountainbikes um die 200 Euro, zum Teil auch vollgefedert, doch die Verarbeitung lässt hier auch häufig stark zu wünschen übrig.

Die Preisspanne ist aber auch bei den wertigen MTBs von etablierten Marken riesig und reicht locker von 300€ bis über 12.000€ für ein Rad mit allem Schnickschnack. Unabhängig davon gibt es aber in diesem Bereich für jeden ein vernünftiges Bike, was seinen Ansprüchen genügt. Wer mehr investiert, bekommt in der Regel ein Bike mit weniger Gewicht, besseren Dämpfungskomponenten, besserer Schaltqualität, höherer Haltbarkeit und mehr Komfort. Das Material des Rahmens ändert sich von Stahl oder Aluminium bis hin zum hochwertigen Carbon, während Schaltgruppen ebenfalls immer leichter und hochwertiger werden. Die Laufräder sind ein weiterer Preispunkt, der für die Qualität und den Preis ausschlaggebend ist. Außerdem ist ein Fully stets teurer als ein vergleichbar ausgestattetes Hardtail, da es über zusätzliche Teile verfügt und in der Produktion teurer ist.



Bis 400€

Wer ein Budget von maximal 400 Euro zur Verfügung hat, bekommt bei den meisten Marken ein solides Einsteiger-Hardtail, das allerdings eher für den sportlichen Freizeiteinsatz gedacht ist anstatt für regelmäßiges Biken auf dem Trail. Maximal leichte, gut instandgehaltene Trails mit so gut wie keinen Hindernissen sind für diese Bikes zu empfehlen. Für schnelle, anspruchsvolle Trails mangelt es den robusten Bikes aus Stahl oder Aluminium häufig an der geeigneten Ausstattung. Felgenbremsen oder Scheibenbremsen stehen bei vielen Herstellern noch zur Auswahl, wobei man sich hier vorbehaltslos für die Scheibenbremsen entscheiden darf (wenn es noch im Budget liegt), da sie vor allem bei Nässe eine besserer Bremsperformance bieten. Laufräder und Schaltkomponenten sind robust und solide, aber schwer.

Auf Fullys zum Neupreis kann man in diesem Preisbereich getrost verzichten, da passable Dämpfungssysteme zu teuer sind, um sie in ein hochwertiges Bike in dieser Preisklasse zu verbauen.

400 bis 750€

Einsteiger, die auch vorrangig den Trail unsicher machen wollen, finden bis 750€ schon eher das richtige Gefährt für die ersten Touren. Zwar sind hier immer noch die Hardtails das Mittel der Wahl, doch hydraulische Scheibenbremsen, ein leichterer Aluminiumrahmen, Schaltkomponenten mit bis zu 24 Gängen sowie grobstollige Reifen mit besserem Profil garantieren einen spaßigen Trailbesuch. Fullys werden erst in der nächsthöheren Preiskategorie interessant.

750 bis 1.500€

Wer gleich mit einem Fully liebäugelt, kommt jetzt endlich auf seine Kosten. Ab 1.000€ sind Einsteiger-Modelle von vielen Top-Marken zu haben. Allerdings muss man für den hinteren Dämpfer einige Abstriche bei den Komponenten in Kauf nehmen, wenn man es mit einem Hardtail zum selben Preis vergleicht. Hier kommt es also ganz auf deine persönlichen Vorlieben an: Das Fully für härtere Trails mit mehr Komfort oder das besser ausgestattete Hardtail für mehr Speed und Zuverlässigkeit. Hydraulische Scheibenbremsen und einen leichten Aluminiumrahmen bekommst du bei beiden Typen. Tubeless-Reifen für besseren Pannenschutz ist in dieser Kategorie nur selten eine Option, doch wer es auf ein Trek Bike abgesehen hat, bekommt fast standardmäßig Tubeless-Ready-Felgen.

In dieser Preiskategorie kommt es auch zur Frage Steckachse oder Schnellspanner für die Radnaben. Steckachsen bieten in der Regel eine erhöhte Steifigkeit und besseres Lenkverhalten und lassen sich am oberen Ende dieses Preisbereichs bzw. darüber vermehrt finden.

1.500 bis 2.500€

In diesem Preisbereich ist schon fast alles möglich, was die Ausstattung angeht. Vario-Sattelstützen, die auf Knopfdruck nach unten fahren und so mehr Freiraum für den Körper bei der Abfahrt bieten, findet man hier genauso wie Einfach-Antriebe mit nur einem Kettenblatt und leichte Carbonrahmen. Außerdem lassen sich die Bikes spätestens in diesem Bereich eindeutig einer Disziplin einordnen, was im Umkehrschluss für den Käufer bedeutet, dass er genau wissen sollte, welchen Riding Style er oder sie bevorzugt.

Hardtails mit Carbonrahmen sind dank ihres geringen Gewichts und des guten Ansprechverhaltens die beste Wahl für angehende Cross-Country-Biker. Wer lieber ein reines Trail-Fully möchte muss hier häufig noch auf einen Alurahmen zurückgreifen. Der 1-fach Antrieb ist vor allem für schnelle, Race-orientierte Biker ein Muss, da der Schaltprozess mit nur einem Kettenblatt vorne erleichtert und das Gewicht verringert wird. Außerdem bleibt so mehr Platz für optimierte Rahmengeometrien, mehr Reifenfreiheit und kürzeren Kettenstreben, um mehr Agilität aus dem Bike herauszukitzeln.

2.500 bis 4.000€

Jetzt gibt es in vielen MTB-Disziplinen schon die ersten Komplettpakete zu ergattern. Leichter Rahmen, oftmals aus Carbon, hochwertige Anbauteile, Tubeless-Ready Felgen, Vario-Sattelstütze, hydraulische Scheibenbremsen, Steckachsen-System und effiziente Antriebskomponenten von SRAM und Shimano sind hier eigentlich Pflicht. Die Dämpfungssysteme sind extrem ausgeklügelt und bieten ein sensibles Ansprechverhalten bei hoher Antriebsneutralität.

Ab 4.000€

Jetzt geht es in den High-End-Bereich, wo man für jedes gesparte Gramm am Rahmen oder den Komponenten gehörig extra bezahlt. Elektrische Schaltungen wie die XT Di2 oder XTR Di2, Carbon-Laufräder sowie besonders hochwertige Dämpfer wie die RS-1 Upside-Down Gabel von RockShox sind begehrte Anreizpunkte für ambitionierte Fahrer und finden sich ganz oben auf der Hitliste in diesem Preisbereich.

Rahmenmaterial: Aluminium, Carbon, Stahl oder doch Titan?

Wie man in den einzelnen Preiskategorien schon erkennen konnte, ist ein hochwertiges Rahmenmaterial immer eine Preisfrage. Während Mountainbikes für Einsteiger auf Stahl oder Aluminium setzen, sind Cross-Country-Profis ausschließlich auf Carbonrahmen unterwegs. Die Unterschiede liegen hauptsächlich im Gewicht, Fahrkomfort, Steifigkeit und dem Fahrgefühl.

Aluminium ist immer noch der beliebteste Werkstoff für Mountainbikes, dicht gefolgt von Carbon. Beide Materialien besitzen in etwa gleiche Eigenschaften und werden verwendet, um steife und leichte Rahmen zu entwickeln. Aluminium ist im Vergleich allerdings etwas schwerer, lässt sich aber dafür leichter verarbeiten, was die geringeren Kosten erklärt. Die Kraftübertragung ist beim Alurahmen besser, da das Material eine höhere Steifigkeit besitzt und die Alurohre breiter sind. Dies führt natürlich auf der anderen Seite zu einem sehr harten Fahrgefühl, wenn keine Dämpfungselemente verbaut werden. Um Aluminumrahmen zu verstärken wird das „Butting“-Verfahren eingesetzt. Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, mit dem die Wandstärke der einzelnen Rohre bis zu einfach, zweifach, oder dreifach an den Stellen reduziert wird, die nicht so ausschlaggebend für die Steifigkeit sind. So kann Gewicht ohne Steifigkeitsverlust gespart werden. Der Alurahmen ist die beste Wahl für all jene, die Performance mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis suchen.

Rahmen aus Carbonfasern waren früher der absoluten Elite vorbehalten, sind heute aber schon in unteren Preissegmenten erhältlich. Die Kohlenstoff-Fasern lassen sich durch ihren direktionalen Aufbau leicht und sauber verarbeiten und formen, sodass Entwickler mit verschiedenen Rohrdurchmessern experimentieren können. Kein anderer Werkstoff kann ein so gutes Verhältnis von Steifigkeit zu Gewicht erreichen wie ein guter Carbonrahmen. Ein großer Nachteil des Carbon-Materials ist neben den höheren Kosten auch die Fragilität des Werkstoffs. Im Gegensatz zum robusten Aluminium ist die Gefahr gegeben, dass beim Sturz oder nur beim Überdrehen von Schrauben der Rahmen einen Riss bekommt, wodurch die ganze Integrität flöten geht und der Rahmen quasi nicht mehr benutzbar ist. Eine Reparatur oder der Ersatz ist die Folge. Auch teuer: Um nach einem heftigen Sturz herauszufinden, ob der Rahmen keine internen Schäden hervorgerufen hat, steht ein Besuch beim Röntgendoktor an.

Stahl wird noch vereinzelt bei Einsteiger-Rennrädern eingesetzt, ist aber ansonsten aufgrund seines hohen Gewichts fast gar nicht mehr bei höherpreisigen Bikes zu finden. Der günstige Werkstoff ist allerdings sehr robust und somit perfekt für die ersten Gehversuche mit dem Mountainbike. Auf der anderen Seite des Spektrums steht der Titanrahmen, der aufgrund seiner sehr hohen Kosten ebenfalls kaum noch zum Einsatz kommt. Das leichte Material ist extrem beständig und korrodiert nicht wie Stahl, ist aber unglaublich schwierig und aufwendig zu bearbeiten, was die Rahmen so teuer macht. Dafür ist es im Falles eines Sturzes praktisch unzerstörbar.

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Schaltwerk: Das Spiel aus Kettenblättern, Ritzeln & Co.

Das Schaltwerk ist quasi der Motor des Mountainbikes und besteht aus Kurbelgarnitur, Kettenblätter, Kette, Kassette, Schaltwerk und Schalthebel zusammen. Der Antrieb ist ein geschlossenes System der das Rad antreibt, und je mehr Geld du in die Qualität des Antriebs investierst, desto effizienter, langlebiger und schneller kannst du Schalten, wobei das Gewicht immer weiter sinkt. Einsteiger-Mountainbikes setzen eher auf relativ schwere, einfache Schaltungen, während im High-End-Bereich Carbon-Komponenten und elektrische Systeme verbaut werden. Welche Schaltung verwendet wird, hängt neben dem Riding Style und natürlich der Preisklasse auch von der Beschaffenheit des Rahmens und der Laufradgröße ab.

Die Kurbelgarnitur gibt es mit einem, zwei oder drei Kettenblättern. Eine Dreifach-Kurbel hat in der Regel ein großzügiges Übersetzungsverhältnis von 44/34/24 oder 42/32/22, was aber auch zu einer großen Zahl an sich überschneidenden Gängen und hoher Wartungsintensität aufgrund der vielen beweglichen Teile führt. Während der Dreifach-Antrieb häufig noch bei Mountainbikes für Einsteiger genutzt wird, sind ansonsten Zweifachkurbeln Standard. Das Übersetzungsverhältnis ist ähnlich zu der Dreierkurbel, aber leichter, wartungsärmer und effizienter. Der neueste Trend ist der Einfach-Antrieb, der nur auf ein Kettenblatt setzt. Ein Umwerfer ist also nicht mehr erforderlich, was zusätzlich Gewicht einspart.

Zu der Schaltgruppe gehört auch die Bremse, die bei MTBs von der Felgenbremse und mechanischen Scheibenbremse (Einsteigerklasse) bis hin zur hydraulischen Scheibenbremse reicht. Hydraulische Scheibenbremsen sind das Maß der Dinge und bestechen durch geringes Gewicht, hohe Zuverlässigkeit, geringen Wartungsaufwand und höchste Bremskraft.

Schaltgruppen im Vergleich: Shimano vs. SRAM

Shimano und SRAM sind die beiden Schwergewichte am Markt, wenn es um die Schaltzentrale beim MTB geht. Wir geben euch in einer Übersicht die unterschiedlichen Gruppen der Hersteller.

Shimano

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  • Tourney, Altus: Die Einsteiger-Gruppe von Shimano findet sich häufig an Kinder-Mountainbikes oder MTBs unter 400€. Für erste Trail-Erkundungen passabel, aber eher für Allrounder zu empfehlen. Beide Gruppen kommen in der Regel mit Dreifachkurbel und Kassette mit bis zu 9 Gängen.

  • Acera: Eine weitere Einsteigergruppe, die sich häufig an Einsteigerbikes und günstigen Hardtails finden lässt. Die Gruppe ist etwas robuster als die Tourney und Altus und damit eher für den Off-Road-Einsatz geeignet.

  • Alivio: Eine weitere Low-Budget-Gruppe, die aber schon hydraulische Scheibenbremsen und diverse Kurbeloptionen bietet. Die Gruppe wird vorrangig bei Hardtails verwendet, kommt aber auch vereinzelt bei Fullys zum Einsatz.

  • Deore: Was die Shimano Tiagra für Rennräder ist, ist die Deore für MTBs: Der erste Schritt hin zum richtigen Mountainbiking. Trotz ihres Rufs als Einsteiger-Gruppe erfüllt die Deore schon alle Voraussetzungen einer soliden MTB-Schaltgruppe und borgt sich allerhand Features aus dem High-End-Bereich. Mit 9er oder 10er Kassette und Zweifach- oder Dreifach-Kurbel gibt es genug Schaltoptionen für jeden Einsatzzweck. Auch die bessere Bremse der Gruppe macht was her. Für viele Hobbyfahrer ist die Deore die beste Wahl in Sachen Preis-/Leistung und eine Gruppe, die man so schnell nicht upgraden braucht.

  • Zee: Die Shimano Zee ist eine Gruppe speziell für Downhill Bikes und stellt die günstigere Einsteiger-Variante zur Top-Gruppe Saint dar. Mit den üblichen Nachteilen wie höherem Gewicht und minderwertigeren Materialien ist sie der Standard bei den günstigeren Downhill Bikes. Die Zee gibt es nur mit Einfachantrieb.

  • SLX: Mit den selben Features wie die Top-Gruppe XT ausgestattet ist die SLX eine gute Alternative für preisbewusste Biker. Etwas höheres Gewicht, weniger hochwertige Materialien und ein kaum spürbar langsamerer Schaltvorgang sind auf dem Papier die Nachteile der SLX, doch die hohe Funktionalität und Zuverlässigkeit der Gruppe macht sie zu einer guten Allround-Lösung für alle Trailtypen. Die SLX gibt es als 10 oder 11 Gang und ist seit kurzem auch in einer 1x-Variante erhältlich, die sich bei vielen 2017er MTBs finden lässt.

  • XT, XTR und Di2: Nach der SLX kommen die High-Performance-Gruppen für dein Mountainbike. Angefangen bei der XT aus hochwertigem Aluminium gibt es jetzt ganz neu auch eine elektronische XT Di2 Schaltung, die nicht so anfällig ist für Dreck und dank intelligenter Features wie Syncro-Shift sogar automatisch schaltet. Auch die Premium-MTB-Gruppe XTR kommt in einer elektronischen Ausstattung. Die XTR ist noch etwas leichter als die XT und stellt das Top-Modell von Shimano dar. Die elektrische Di2 ist zwar etwas schwerer als die mechanische Variante, puinktet aber durch seine intelligenten Features.

  • Saint: Die Top-Downhill Gruppe von Shimano ist ein Erfolgsgarant bei DH-Wettbewerben. Wie die Zee setzt die Saint auf Einfachkurbeln, da ein größerer Übersetzungsbereich bei Downhill Bikes nicht notwendig ist.

Wie auch die Rennradgruppen lassen sich Shimano-Schaltungen für Mountainbikes auch untereinander kombinieren, solange die Komponenten auf dieselbe Anzahl an Gängen ausgelegt sind. Eine SLX-XT-Kombination ist vielleicht die gängigste Ausstattung bei modernen Mountainbikes.

SRAM

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SRAM im Gegensatz zu Shimano eine klare Trennung zwischen Einfach-Antrieben und den Zweifach- bzw. Dreifachkurbeln. SRAM war auch der Vorreiter für die Zweifachkurbel und die führende Kraft bei der Einführung der 1x-Antriebe, welche vom Unternehmen als die einzig wahre Option für Mountainbiker propagiert wird.

  • X5: Die Einsteigergruppe von SRAM steigt direkt mit 10-Gang-Schaltung und Zweifach- bis Dreifachkurbel ein und findet sich häufig an Hardtails der unteren Preisklasse. SRAM hat ebenfalls eine eigene X5 für Fatbikes im Gepäck. Die X5 überzeugt durch verschiedene Kettenblattoptionen und ein großes Übersetzungsspektrum.

  • X7: Die Weiterentwicklung der X5 findet sich bereits an den ersten Fullys und bietet so einige Features der High-Tech-Gruppen, jedoch mit preisgünstigeren Materialien und höherem Gewicht. Die X7 nutzt die gleichen Kettenblätter wie die X5, setzt aber auf die elbe Schaltwerk-Mechanik wie die X0 und X9.

  • X9: Mit der X9 von SRAM befinden wir uns ungefähr auf dem gleichen Level wie bei Shimanos SLX – eine zuverlässige, hochwertige Gruppe mit allerhand High-Performance-Features.

  • NX: Die NX ist die Einsteigerversion der 1x-Antriebe von SRAM, bei der nur noch ein Kettenblatt die Arbeit verrichtet. Die NX ist kompatibel mit allen anderen SRAM 1x-Antrieben und bietet in der 11-Gang Variante eine Übersetzungsbandbreite von 11-42 Zähnen, was zusammen mit den vier Kettenblattoptionen ein breites Spektrum an Übersetzungen bietet.

  • GX: Die GX ist bei vielen aktuellen Mountainbikes mit SRAM Ausstattung der Standard in den unteren Preisklassen und zeigt sich extrem vielseitig. Neben einer 1x-Variante mit sieben Gängen für Downhill Bikes gibt es auch 1x11, 2x10 und 2x11 Varianten, wodurch die GX alle Bereiche von Cross-Country über Enduro bis eben hin zu Downhill abdeckt.

  • X1: Die X1 ist ein Einfachantrieb, der sich in Sachen Performance mit den Profi-Gruppen X01 und XX1 messen kann. Trotz der Aluminium-Bauweise ist die X1 ungefähr genauso schwer wie hochwertige Zweifach-Antriebsgruppen aus Carbon, da weniger Teile benötigt werden.

  • X01: Ähnlich wie die XT-Gruppe ist die X01 der Einstieg in die Profiwelt: Hochwertige Carbon-Komponenten wohin man schaut machen die X01 besonders leicht und zuverlässig. Die 11-Gang Variante ermöglicht reibungsloses Schalten und ist äußerst robust. Der Einfachantrieb ist auch als Downhill-Variante erhältlich und bietet mit der X01-DH weniger Gänge und eine noch widerstandsfähigere Bauweise.

  • XX1 Die XX1 ist die Cross-Country-Variante der X01 und noch ein Ticken leichter und effizienter. Auch erhältlich mit SRAMs hauseigener Grip-Shift Technologie, einem Drehgriff zum Schalten.

  • Eagle: Die brandneue SRAM Eagle ist der neue Benchmark für Mountainbike Gruppen und soll unerreichte Performance, Robustheit und Zuverlässigkeit bieten. Der 1x Antrieb kommt mit 12 Gängen und soll mit seinem hohen Übersetzungsverhältnis locker Zweifachkurlben in die Tasche stecken. Für das monströse 50er Kettenblatt hinten wurden Kurbel, Kassette, Schaltwerk, Kette und die Kettenblätter komplett neu entwickelt, um weniger Reibung zu erzeugen, besser zu greifen und noch effizienter zu arbeiten. Die Egale gibt es alsX01 Version für Trail- und Endurobikes sowie eine XX1 Option für Cross-Country und Marathon-Racer. Die XX1 wiegt gerade einmal 1.456 Gramm, die X01 1.502 Gramm. Beide Schaltungen kommen mit der 10-50T Kassette und verschiedenen Kettenblattgrößen.

  • EX1: SRAM hat die wachsende E-Mountainbike Community nicht vergessen und bietet mit der EX1 eine spezifische E-MTB-Gruppe mit moderatem Übersetzungsverhältnis, 8 Gängen und 1x-Kurbel.

Mountainbike Rahmenhöhe: Finde die passende Größe

Die richtige Rahmenhöhe beim Mountainbike ist enorm wichtig. Nur wenn das Bike passt wie angegossen bietet es den maximalen Fahrkomfort und ein abgestimmtes Fahrverhalten. Ist das Bike zu groß oder klein, kannst du die optimierte Rahmengeometrie nicht zu deinem Vorteil nutzen und büßt an Geschwindigkeit und Handling ein. Da kann man auch mit der Sattelhöhe oder Lenkerausrichtung nicht mehr viel retten.

Die Mountainbike-Rahmenhöhe wird typischerweise als die Entfernung vom Zentrum des Tretlagers bis zum Ende des Sitzrohrs angegeben (A). Jeder Hersteller ordnet den Größenangaben S, M oder L allerdings andere Größen zu. Ein M Rahmen bei Hersteller A ist bei Hersteller B vielleicht ein S Rahmen. Solche Größenangaben unterscheiden sich auch Hersteller-intern je nach Bike-Typ, sodass es eigentlich Pflicht ist, sich über die exakten Geometriezahlen zu informieren. Als universell einsetzbare Größenangabe für alle MTB-Typen bietet sich die Oberrohrlänge an (B).

Weitere wichtige Kennzahlen sind der Stack (Höhe des Bikes, ausgehend vom Tretlager bis hin zum Steuerrohr, G) und Reach (Länge des Bikes vom Tretlager bis zum Steuerrohr, C). Wenn du dir für diese zwei Eigenschaften die für dich passenden Werte ermittelst, wirst du immer in der Lage sein, die richtige Rahmenhöhe zu finden, unabhängig von Bike-Typ und Hersteller. Die Sitzrohrlänge (A) ist in der Regel die einfachste Methode zur Ermittlung der Rahmenhöhe und richtet sich nach der Schrittweite des Fahrers, ist aber bei Downhill- oder Dirt-Jump Bikes nicht wirklich hilfreich, da hier die Sitzposition niedriger liegt als bei normalen Mountainbikes.

Mountainbike rahmenhoehe kaufberatung

Mountainbike Kauftipps: Probefahrt machen, nach Angeboten suchen

Eine Probefahrt Kauf ist genauso wie beim Auto Pflicht beim Mountainbike-Kauf. Für ein Einsteiger-Bike reichen mit Sicherheit ein paar Runden um den Block, um ein Gefühl für das Bike zu bekommen, während ein High-End-Mountainbike zum Preis mehrerer Monatsgehälter auch gerne mal über ein Wochenende getestet werden sollte. Sei dir immer im Klaren, für welchen Zweck du dein neues Mountainbike nutzen möchtest, und teste es daraufhin aus. Lass dich nicht von der Optik oder den angeprangerten Features blenden und finde anhand der Fahreigenschaften heraus, ob das MTB wirklich zu dir passt.

Um deinen Traumbike ein Stück näher zu kommen, solltest du dich ausführlich informieren. Erstelle dazu eine Liste deiner Top 5 Bikes in deinen Preisbereich und gehe auf die Jagd nach mehr Infos auf YouTube, Test-Portalen, Blogs oder in MTB-Magazinen


Wir hoffen, dass wir euch mit unserer Mountainbike-Kaufberatung weiterhelfen konnten. Durchsucht unsere große MTB-Auswahl nach den passenden Angeboten oder informiert euch beim lokalen Fachhändler für noch mehr Informationen.


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