Angetestet: Das All-in-One-Rennrad BMC roadmachine 2017

Juli 20, 2016
Angetestet: Das All-in-One-Rennrad BMC roadmachine 2017

In der Mountainbike-Welt gibt es sie schon länger – die Offroad-Alleskönner und eierlegenden Wollmilchsäue, die es mit jedem Terrain aufnehmen können und quasi deine All-in-One-Lösung für alle Fälle sind. Es ist leicht genug für den Cross-Country-Einsatz, hat genug Power für Enduro-Strecken und wirkt auch auf Touren oder im Alltag nicht total fehl am Platz.

Auf der Suche nach der Allzweckwaffe

Bei Rennrädern muss man sich hingegen fragen, was so ein Bike eigentlich ausmachen würde, bzw. ob die traditionellen Rennräder oder Endurance Road Bikes für die Langstrecke nicht schon diese Herausforderungen einer All-in-One-Lösung erfüllen. Denn wer eh nur auf der glatt asphaltierten Straße unterwegs ist, wird hier eigentlich schon bestens bedient. Leider verfügen nicht alle über den Luxus makelloser Straßen und wollen sich auch nicht auf die überfüllten Radwege in der Innenstadt beschränkt werden. Wer neue Wege entdecken will, muss gewappnet sein, und das klassische Rennrad kann unter diesen Umständen nicht immer ausreichend Fahrkomfort und Kontrolle bieten.

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BMC Rennräder auf BikeExchange


Hier soll die neue Welle der Allzweck-Rennräder Abhilfe schaffen, die in diesem und dem nächsten Jahr von einigen namhaften Herstellern wie Canyon, Focus und eben auch BMC mit dem brandneuen Roadmachine angestoßen wurde. Was diese Bikes auszeichnet ist ein komfortabler, äußerst leichter Rahmen, 28-32mm breite Reifen für mehr Grip auf unterschiedlichen Oberflächen, Flat-Mount-Scheibenbremsen für mehr Bremskraft, 12 mm Steckachsen sowie ein etwas gemäßigteres Handling.

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Der Ursprung der BMC Roadmachine

Der Ursprung für die Roadmachine liegt laut BMC Produktmanager Thomas McDaniel in einer simplen Frage: Was für ein Rennrad würdest du dir kaufen, wenn du nur eins besitzen könntest? Das Ergebnis ist die brandneue Allzweckwaffe von BMC, die mit seinem flachen Rahmendesign auch bei der WorldTour starten könnte. In der Front ist alles integriert was zu integrieren geht, die Kabel und Züge wurden durch den Vorbau und an den Seiten des speziellen 1 ¼“ – 1 1/2“ Steuerrohres entlang verlegt.

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Vom Gewicht her ordnet sich der Rahmen das BMC Roadmachine zwischen dem 130 Gramm leichterem SLR und dem 130 Gramm schwereren Granfondo ein. Auch bei der Steifigkeit ist die Rangfolge gleich, nur die Gabel ist laut BMC auf dem gleichen Level (Quersteifigkeit) bzw. steifer (Längssteifigkeit) als beim SLR. Von der Langstrecken-Serie Grandfondo borgt sich das Roadmachine das Tuned Compliance Comfort Design, was dank der dünnen, tief angesetzten Sitzstreben, versetzten Ausfallenden, Karbon-Gabelenden und der Carbon-Sattelstütze mit D-Profil für eine hohe vertikale Nachgiebigkeit des Rahmens sorgt. So werden störende Vibrationen während der Fahrt vom Bike absorbiert und nicht direkt auf den Fahrer übertragen.

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Mehr Komfort dank justierbarer Sitzposition

Ein weiterer Komfortfaktor sind die breiten Reifen. Die Bikes gehen mit 28 mm auf die Straße, bei den Carbon-Versionen ist auch Platz für 30 mm. Damit das Bike perfekt sitzt und die Sitzposition zum Fahrer passt, kommt das Roadmachine mit der sogenannten Dual Stack Option, zwei unterschiedlich hohen Rahmenabschlusskappen unter dem Vorbau. Mit der flacheren Option erreicht der Reach (Horizontale zwischen Tretlager und Steuerohr) das selbe Maß wie das SLR und macht das Roadmachine damit recht lang und flach, während der Stack (Vertikale zwischen Tretlager und Steuerohr) um fast 10 mm höher ist als beim SLR. Für eine noch relaxte Sitzposition kommt die höhere Kappe zum Einsatz, die den Stack nochmal um 6 mm erhöht und den Reach leicht verkürzt, sodass die Geometrie eher der des Granfondo ähnelt.

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Sicheres Handling bei Top-Speed

Das Handling ist etwas braver als beim SLR, aber immer noch weit entfernt von träge. Das Tretlager mit einem Bottom Bracket Drop von 71 mm ist ca. 2 mm näher am Boden als beim SLR, was für einen etwas nach unten verschobenen Schwerpunkt sorgt. Zusätzlich wird der Radstand durch die verlängerten Kettenstreben und dem flacheren Lenkwinkel um etwa 20 mm erhöht (abhängig von der Rahmengröße), was mehr Kontrolle und ein sichereres Fahrgefühl bei hohen Geschwindigkeiten zur Folge hat. Das bestimmte Handling bei hohem Tempo kommt aber nicht auf Kosten von behäbigem Fahrverhalten bei weniger Speed. Dafür sorgt BMC mit einem großzügigen Abstand zwischen Lenkachse und Vorderachse (Rake).

BMC RoadMachine riding

Modelle des BMC Roadmachine

Drei Rahmensets und insgesamt acht Modelle wird es vom BMC Roadmachine geben, die Ausstattung rangiert von Shimano Dura-Ace Di2 (beim Top-Model 01 mit der 2017er Dura-Ace sobald verfügbar) bis zu Shimano Tiagra. Die Modelle 01 und 02 setzen auf Carbon, die Roadmachine 03 wird es mit einem Hydroformed Aluminium-Rahmen geben.

BMC Roadmachine 01 Dura-Ace Di2

Das Top-Modell wird es nur limitiert und für kurze Zeit in dieser Farbe geben, die Dura-Ace wird mit dem Release der 2017er durch die neue Gruppe ersetzt.

BMC RM01 DuraAce Di21

BMC Roadmachine 01 Ultegra Di2

BMC RM01 Ultegra Di21

BMC Roadmachine 01 Ultegra

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BMC Roadmachine 02 Ultegra Di2

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BMC Roadmachine 02 Ultegra

BMC RM02 Ultegra1

BMC Roadmachine 02 105

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BMC Roadmachine 03 105

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BMC Roadmachine 03 Tiagra

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Weitere Bilder vom BMC Roadmachine 2017

BMC RoadMachine RM01 14

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Bilder von CyclingTips und BMC


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