Bella Ciao Fahrradartikel

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Die Räder der italienischen Resistenza

Der besonderen Bedeutung des Fahrrades im Italien des frühen 20. Jahrhunderts widmen sich ungezählte Romane, Sachbücher und Filme. Unvergessen davon Vittorio de Sicas Meisterwerk „Ladri di biciclette“ – Die Fahrraddiebe – von 1948. Ein kleiner Band, der 2008 in Italien erschienen ist, sammelt erstmals Berichte und Erzählungen rund um das Fahrrad in der italienischen Resistenza.

Von Kurieren und Stafettenfahrern ist zu lesen, von beschlagnahmten Kraftfahrzeugen und Motorrädern und von einer privaten Infrastruktur, die maßgeblich über Fahrräder funktionierte. Vom berühmten Radrennfahrer Gino Bartali wird berichtet, daß er geheime Depeschen in dem Rahmenrohr seines Rennrades schmuggelte. Von Partisaninnen ist zu lesen, die auf ihren Rädern in einem unvergleichlich modernen Chic, beseelt von einer höheren Aufgabe, über das Land flogen und bis weit ins Nachkriegsitalien das Bild der modernen, sportlichen und selbstbewußten Frau prägten.

In England seien die Damen auch recht ansehnlich auf ihren Rädern unterwegs gewesen, ist in historischen Berichten zu lesen. Aber nirgendwo hätten sich Eleganz und Zweirad jemals eindrucksvoller und bezaubernder verbunden, als in dem Fahrstil italienischer Mädchen. Eine Eleganz übrigens, die nicht untypisch ist für das Fahren auf italienischen Stadträdern mit ihrer charakteristischen Rahmengeometrie.

Auch kleidet – im Allgemeinen und im Besonderen – weniges so gut, wie wenn etwas von einer höheren Aufgabe beseelt ist. Diese ‚höhere Aufgabe’ ist – wenn man so will – bei BELLA CIAO der gnadenlose Fokus auf Funktionalität und Fahrvergnügen.

Nichts ist beliebig, nichts ist überflüssig. Alles kommt aus Funktion, Tradition, Innovation und Entdeckung und nichts ist rückwärts gewandt. Nichts ist ‚Retro’ um des Retro willens. Alles ist echt, reduziert, offen und frei.

BELLA CIAO ist modern im Wortsinne. – Zeitlos modern im Wortsinne. – Weniges kleidet besser. Weniges fährt sich besser.