Trek Procaliber SL - XC-Geschoss mit Rennrad-Technik

Juli 01, 2015
Trek Procaliber SL - XC-Geschoss mit Rennrad-Technik

Wenn man sich so die Leitsätze der meisten Hersteller für die Verbesserungen der neuen 2016er Modelle anschaut, findet man viele alte Bekannte. Leichter, steifer, schneller sind hier häufig die heilige Dreifaltigkeit, doch in den letzten Jahren hat sich ein weiterer Faktor in die Köpfe der Entwickler und Produktmanager geschlichen: Nachgiebigkeit, oder vereinfacht ausgedrückt, Komfort. Und das in nahezu jedem Fahrradsegment, vom Rennrad über das E-Bike bis hin zum Mountainbike.

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Hardtail mit Rennrad-Technologie

Auch die Trek Ingenieure waren in diesem Bereich fleißig und haben zusammen mit dem Feedback des Factory Racing Teams ein komplett neues XC-Mountainbike geschaffen - das Procaliber SL. Das etwas andere Hardtail wurde mit der innovativen IsoSpeed-Entkopplung von den Rennradkollegen ausgestattet. Das Gelenk trennt Oberrohr vom Sitzrohr und bietet so eine erhöhte vertikale Nachgiebigkeit, ohne wie bei anderen Softtail-Varianten an Steifigkeit einzubüßen. Im Klartext: Am Heck gibt es quasi eine zusätzliche Dämpfung von knapp 11 mm. Das System wurde natürlich noch an die etwas raueren Bedingungen des Off-Road-Alltags angepasst, und erhöht die Nachgiebigkeit des Procaliber SL um glatte 30% im Vergleich zum Superfly. Die Vorteile liegen auf der Hand: Komfortableres Fahren auch auf den härtesten Strecken, länger als je zuvor und mit weniger Kraftverlust.

trek procaliber sl isospeed

Mehr Gewicht, bessere Performance

Auch mit dem IsoSpeed-Gelenk fährt sich das neue Trek Mountainbike wie sich ein Hardtail eben fahren sollte. Die Entkopplung erlaubt dem Sitzrohr mehr Flex und verbessert so den Komfort auf den Trail und verringert gleichzeitig die Ermüdung der Muskeln. Bei den Profis ist das Bike schon in regem Gebrauch, und auch ambitionierte Hobbyfahrer sollten sich das Bike definitiv anschauen, wenn sie noch ein kraftsparendes Gefährt für den nächsten Marathon suchen. Zwar ist das Procaliber SL etwa 100 Gramm schwerer als das Superfly SL Top-Modell, bietet aber trotzdem eine hervorragende Mischung aus Leichtigkeit, Effizienz und Speed, mit dem kleinen aber feinen Vorteil, dass du dich am Ende der Fahrt noch etwas frischer und fitter fühlst. Die Profis vom Trek Factory Racing Team haben es schon bestätigt: Die vertikale Nachgiebigkeit dank IsoSpeed ist das zusätzliche Gewicht locker wert - das Boone Cyclocross-Bike und das Domane haben es vorgemacht.

Boost Hubs und Control Freak System

Weitere zukunftsweisende Features des Procaliber sind die vergrößerten Boost-Hubs mit höherer Nabenweite. Der Trend zu breiteren Rädern ist mit großer Sicherheit keine Eintagsfliege und die Boost Naben (110 vorne, 148 hinten) sorgen für stabilere Laufräder mit maximaler Effizienz und ermöglichen breitere Reifen, kürzere Kettenstreben sowie mehr Kettenblatt-Optionen. Zwar sind die breiteren Reifen in Sachen Beschleunigung noch ausbaufähig, das Kurvenfahren ist aber schlichtweg ein Traum.

Das Trek „Control Freak“-System ermöglicht die interne Verlegung sowohl von allen Kabeln und Zügen als auch die Anbringung einer Di2-Batterie, falls jemand das elektronische Schalten bevorzugt. Auch eine absenkbare Sattelstütze kann artgerecht versenkt werden, was für viele Biker sicherlich eine wertvolle Option darstellt. Gleichermaßen von Vorteil ist die Smart Wheel Size, in der das Procaliber angeboten wird. Je nach Rahmengröße gibt es das Bike in 27,5“ und 29“, da es wirklich keinen Sinn macht, kleinere Fahrer auf ein 15,5“ Rahmen mit wuchtigen 29“-Laufrädern zu setzen. Das Handling ist bei den kleineren Rädern etwas agiler, während die 29er besser zu den größeren Rahmenproportionen passen. Das neue Bike kommt auch mit der von Trek gewohnten G2 Geometrie, die dank des 51 mm Versatzes der Federgabel (übrigens mit 100 mm Travel) für mehr Lenkpräzision bei geringem Tempo und volle Fahrstabilität bei hohen Geschwindigkeiten auf der 29er Plattform sorgt..

Trek Procaliber SL Modelle

Procaliber SL - Treks XC-Geschoss

Im Moment kommen nur die Profis in den Genuss des brandneuen Procaliber SL 2016. Doch mit Sicherheit gibt es auch außerhalb der Pro-Szene genug Fahrer, die sich nach einem komfortableren, kräftesparenden Bike sehnen, das gleichzeitig nicht mit dem Zusatzgewicht eines Fullys daherkommt. Was Trek mit dem Procaliber SL vorgestellt hat, macht definitiv Lust auf mehr und zeigt, dass wir in Zukunft nicht nur mehr Leichtbau und Speed, sondern vor allem mehr Fahrkomfort erwarten dürfen.

Das Procaliber SL wird es als 9.7 SL, 9.8 SL und 9.9 SL geben, der Preis liegt zwischen 2.999€ und 7.999€ für das Top-Modell. Der Rahmen beläuft sich auf 2.399€. Alle Infos und Modelle gibt es auf der Trek-Webseite.

Features des Trek Procaliber SL 9.9 in der Übersicht

  • RockShox RS-1 Federgabel
  • DT Swiss XMC1200-Laufradsatz
  • Shimano XTR-Antrieb + Bremsen
  • Race Face Next SL Kurbelganitur
  • Bontrager XXX Carbonlenker, Vorbau + Sattelstütze