Trek Madone 9-Series - The Ultimate Race Bike

Juli 01, 2015
Trek Madone 9-Series - The Ultimate Race Bike

Es war eine harte Zeit für Trek-Fans. Mit spärlichen Informationen und kargen Hashtags leitete Trek seinen aktuellen Produktlaunch ein und gab ansonsten nicht wirklich viel Preis. Hin und wieder tauchte in den Medien zwar der ein oder andere Profi-Fahrer mit einem noch unbekannten Aero-Rennrad auf, doch Genaueres gab es vom US-Hersteller nicht. Natürlich führte das Mundpropaganda-Prinzip zu einem nicht zu verachtenden Hype rund um das neue „Super-Rennrad“ und induzierte gleichzeitig eine besonders hohe Erwartungshaltung bei der Fahrradcommunity. Doch das ist jetzt alles vorbei: Trek hat den Vorhang gelüftet und alle Features preisgegeben. Wir präsentieren - das neue Trek Madone 9 2016.

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Ein wenig Emonda, ein wenig Domane

Trek hat in den letzten Jahren ja so einige Highlights im Rennrad-Bereich hervorgebracht. Das Trek Domane als Langstreckenspezialist mit revolutionärer IsoSpeed-Entkopplung und das leichteste Serien-Rennrad Emonda kommen einem da in den Sinn. Das neue Madone will sich da nahtlos mit eingliedern in die Reihe erfolgreicher Trek Rennräder, und die Chancen stehen nicht schlecht. Denn wenn Trek die Worte „The Ultimate Race Bike“ in den Mund nimmt, darf man eigentlich Großes erwarten.

trek madone 9 series1

Um das Madone zu einem einzigartigen Aero-Rennrad zu machen, wollte Trek es nicht bei einer besonders aerodynamischen Bauweise belassen, und bediente sich bei den Vorzügen der Rennrad-Geschwister Emonda und Domane. Die Idee: Der Komfort und die Flexibilität des Domane gepaart mit dem einzigartigen Handling des Emonda verpackt im kräftesparenden Aero-Rahmen des Madone. Wie das jetzt im Einzelnen aussieht, haben wir für euch schön übersichtlich aufgedröselt.

Aerodynamik

Wieder dabei beim neuen Madone ist die für den Radsport innovative Nutzung des Kammtail Virtual Foil (KVF), ein besonders aerodynamisches Profil, das durch abgeschnittene Segmente auch bei Seitenwinden nicht an Performance verliert. Das Unterrohr ist diesmal aber noch eine Spur gewaltiger, die Kettenstrebe und das Sitzrohr sind ebenfalls größer und lassen das Madone wie eine besonders steife, widerstandsfähige Rennmaschine aussehen. Auch die Gabel ist mit der KFV-Technologie gesegnet wurden und besticht dank minimalen Versatz durch ein noch besseres Ansprechverhalten.

trek madone 9 series details

Dank des IsoSpeed-Gelenks, das Sitzrohr vom Oberrohr entkoppelt, war es den Entwicklern möglich, das aerodynamische Profil auf das gesamte Sitzrohr zu übertragen. Die Kombination von Lenker und Vorbau ist hingegen einfach nur ein bildschöner Anblick. Keine Kabel in Sicht, nur ein extrem schlanker Lenker. Die ganzen Strippen wurden in den Rahmen integriert, der mit interner Kabelführung für einen noch geringeren Luftwiderstand sorgt und den cleanen Look perfekt abrundet. Auch die Positionierung der Trinkflaschen wurde im großangelegten Aero-Konzept beachtet: Die vordere Flasche wurde so designt, dass sie den Luftwiderstand der zweiten Flasche reduziert.

Die Kabel der vorderen Felgenbremse sind genauso wie der Bremssattel mit sogenannten „Vector Wings“ abgedeckt, um auch hier nochmal ein paar Watt Leistung einzusparen. Eine kleine Aussparung an der Gabel ermöglicht gleichzeitig die perfekte Integration und lässt Gabel und Bremse wie aus einem Guss erscheinen. Bei der Hinterradbremse wurde dagegen gezaubert: Die Bremse befindet sich jetzt direkt oberhalb der Sitzstreben und ist damit viel besser zugänglich. Und wie das Bremskabel aus der Öffnung des Sitzrohres herausgeführt wird, grenzt einfach nur an architektonisches Kunsthandwerk.

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Performance

Ganz klar: Die Einführung der IsoSpeed-Entkopplung beim neuen Madone wertet das Bike in den Bereichen Komfort und Performance spürbar auf. Durch die Entkopplung vom Oberrohr gibt das Sitzrohr spürbar nach, ohne das der Rahmen dabei an Steifigkeit verliert oder die Tritteffizienz darunter leidet. Ultimativer Fahrkomfort dank weniger Vibrationen und eine unerreichte vertikale Nachgiebigkeit sind die beiden schlagenden Argumente für die innovative Technologie von Trek. Ohne IsoSpeed wäre die Rahmengeometrie des Madone nämlich außergewöhnlich hart und unkomfortabel, doch diesen Zahn haben die Entwickler dem Aero-Bike elegant gezogen.

Um in Sachen Handling und Präzision noch eine Schippe draufzulegen, hat das Entwicklerteam sich vieles beim brillanten Emonda abgeschaut und aufs Madone übertragen. Mithilfe eines Modells wurde die Belastung des Bikes ausgewertet und das Verhalten unter verschiedenen Lastbedingungen analysiert und weiterentwickelt. Während von zwei Jahren das Emonda dem Madone in Kurven noch locker den Rang ablaufen konnte, ist das 2016er Modell nun so gut wie auf Augenhöhe. Dazu trägt auch die bereits angesprochene gelungene Kombination aus Lenker und Vorbau bei, die mit Steifigkeit, gutem Feedback und geringem Flex überzeugt.

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Funktionen

Eine besonders clevere Idee ist das Kontrollzentrum am Unterrohr, das bei den elektronischen Schaltvarianten die Di2-Batterie und die restliche Elektronik verstaut. Wirklich jedes Element des Rahmens erfüllt für eine maximale Performance das ultimative Ziel einer beispiellosen Integration, sodass das Madone zur besten Option für die Straße wird, jetzt und in Zukunft.

Üblich aber dennoch immer wieder praktisch ist stattdessen die auf Wunsch aggressivere Sitzposition mit dem H1 Fit des Rahmens, traditionell ist H2. Für die Damen gibt es mit dem Women Specific Design WSD eine eigene Passform. Damit wirklich jeder perfekt auf dem Trek Madone sitzt, gibt es von Trek das ride-tuned, size-specific Design. Dank des konstanten Sitzrohrs bei den ansonsten speziell angepassten Rahmenelementen haben auch besonders kleine oder große Radfahrer optimale Ausgangsbedingungen für neue Bestzeiten.

Optik

Hier muss man wirklich nicht viele Worte verlieren. Das Trek Madone 9 ist eigenwilliger denn je. Der abgerundete Rahmen mit dem übergroßen Unterrohr ist definitiv ein Hingucker, ob es gefällt muss aber jeder für sich selber entscheiden. Eins ist aber sicher: Mit dem Ferrari-rotem Lack sieht das Madone beinahe wie ein Rennbolide aus der 500 cm³-Klasse aus.

trek madone 9 series modelle


Das Trek Madone 9 2016 wird es in den Modellen 9.2, 9.5, 9.9 WSD, 9.9 sowie Race Shop Limited geben. Der Preis reicht dabei von 5.999€ bis 12.999€, der Rahmen kostet 4.499€ bzw. 5.499€ (H1 bzw. H2 Passform).

Alle Features des Trek Madone 9.9 in der Übersicht

  • Shimano Dura-Ace-Di2-Antrieb
  • Bontrager Aeolus 5 DR 3 TLR Laufradsatz aus Carbon
  • Bontrager Paradigm XXX Sattel
    *`Sattelstreben aus Carbon
  • Aero 3S Kettenführung
  • DuoTrap S-kompatibel