Ridley Bikes @ Tour de France

Juli 06, 2015
Ridley Bikes @ Tour de France

Es war ein aufregendes Rennen am vergangenen Sonntag, zwischen Utrecht und Provinz Zeeland. Nach 166 km konnte sich der Deutsche Andre Greipel vom Lotto Soudal Team auf einer von heftigen Winden und Regen geprägten zweiten Etappe auf der Nordseeinsel Neeltje Jans im Sprint hauchdünn vor Peter Sagan (Slowakei/Tinkoff-Saxo) durchsetzen. Als Belohnung gab es dann noch das grüne Trikot des Punktbesten obendrauf. Ein klasse Tag also für Andre, und natürlich auch für den belgischen Bike-Hersteller Ridley. Denn der Erfolg ist nicht nur den starken Beinen von Greipel zu verdanken, sondern auch dem pfeilschnellen Aero-Rennrad Ridley Noah SL. Wir zeigen euch, was das belgische Rennwunder so alles drauf hat und schauen uns auch die anderen Ridley Bikes an, auf die das Lotto Soudal Team bei der Tour de France setzt.

ridley noah andre greipel

Ridley Noah SL & Noah Fast

Das Ridley Noah ist dank seiner Aero-Bauweise das perfekte Arbeitsgerät für Sprinter wie Andre Greipel. Die SL Version ist dabei nochmals leichter als das Noah Fast und kommt mit einem Rahmengewicht von gerade einmal 950 Gramm aus. Trotzdem ist das Bike noch unheimlich steif, was bei einem Fahrer wie Andre, der schon mal knapp 2.000 Watt in die Pedale haut, auch eine Grundvoraussetzung ist. Wie beim Noah Fast kommt auch beim SL die F-Surface-Technologie zum Einsatz. Dabei handelte es sich um speziell geformte Streifen auf dem Rahmen, die durch Mikroverwirbelungen entstehenden Luftwiderstand während des Rennens reduzieren. Auch bei der Gabel kommt diese Technologie zum Einsatz. Die F-Splitfork erzeugt dank zweier Schlitze auf jedem Gabel-Bein einen gleichmäßigen Luftstrom und damit besonders wenige Verwirbelungen, die wertvolle Sekunden kosten können. Die Gabel wurde in den Rahmen integriert, um die Aerodynamik nochmals zu verbessern.

Weitere Features von Greipels Noah SL

  • Campagnolo Super Redcord EPS Schaltung
  • Campagnolo Bora Ultra Laufräder
  • Aero-Sattelstütze & San Marco Concor Sattel
  • BB30-Tretlager

ridley noah fast noah sl

Ridley Helium SL & Dean Fast

Das Ridley Helium ist das Klettermonster von Ridley und ist in Sachen Gewicht noch mal eine ganze Ecke leichter als das Noah. Mit nur 780 Gramm wiegt der Rahmen fast nix, und die hauchdünnen Sitzstreben zeigen deutlich an, dass man hier mit einem Stück Leichtbau unterwegs ist. Natürlich büßt das Helium dadurch an Aerodynamik ein und ist im Windkanal keinen Pfifferling mehr Wert. Dafür ist es trotz seines Fliegengewichts angenehm steif und in Sachen Performance und Komfort absolut konkurrenzfähig. Auffällig ist auch das Fehlen einer inneren Zugverlegung am Oberrohr, mit der Ridley klar macht, dass sie die Integrität des Rahmens auf jeden Fall bewahren möchten - Steifigkeit und geringes Gewicht sind beim Helium eben von höchster Priorität. Bei der Tour de France wird der australische Bergexperte Adam Hansen das Bike so richtig ausreizen.

Das Ridley Dean Fast hingegen ist eine reine Zeitfahrmaschine, die zum Vorgänger Dean noch mal gehörig aufpoliert wurde. Der Zusatz Fast steht übrigens für Future Aero Speed Technology und zeugt wie auch beim Noah von absoluter Perfektion im Windkanal. Dank der sehr aufgeräumten Zugführung durch den Vorbau und der intern verlegten Bremskabeln hängt hier praktisch kein Kabel rum, das der Aerodynamik schaden könnte. Natürlich wird auch beim Dean mit der F-Surface-Technologie gearbeitet, sodass das Carbon-Zeitfahrrad auch bei Seitenwinden stets windschnittig unterwegs ist.

ridley helium sl dean fast